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Saarländischer Vermögensverwalter gibt 32er-Lizenz ab und fokussiert Beratung

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Saarländischer Vermögensverwalter gibt 32er-Lizenz ab und fokussiert Beratung

Die Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Peter Schu Asset Management aus dem saarländischen St. Wendel hat seine 32er-KWG-Zulassung wegen zunehmener administrativer Vorschriften durch MiFID II und zukünftiger Einnahmenregulierung abgeben. Das hat Citywire Deutschland in Erfahrung gebracht.

„Für jedes Unternehmen ist von existenzieller Bedeutung, seinen eigenen Status Quo ständig zu überprüfen. Man prüft das eingegangene Risiko zum Ertrag. Aus dem Grund haben wir unsere 32er-KWG-Lizenz mit gutem Gewissen abgeben, um uns auf unsere Unternehmensberatung für Selbstständige zu konzentrieren“, so Peter Schu, Geschäftsführer der Peter Schu Kanzlei für Wirtschafts- und Vermögensberatung, im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Unternehmerberatung gegen Honorar 

„Wir arbeiten als Unternehmensberater auf Honorarbasis. Wir stellen unseren Kunden das über 31 Jahre angehäufte Wissen gegen Honorar zu Verfügung und stehen beratend zur Seite. Dadurch ist ein Interessenskonflikt von vorne ausgeschlossen“, so Schu. 

Heute stelle Schu Kunden gezielt die Fragen, ob sie wissen, wie sie aktuell finanziell aufgestellt sind und wo sie in fünf Jahren stehen möchten. „Das wissen die Wenigsten! Wir machen aus Selbstständigen einen ‚strategischen Unternehmer‘. Hierfür haben wir unsere ‚Vermögensbilanz‘ entwickelt, die die Situation des Unternehmens und die private Seite beleuchtet“, so Schu zu seinem Geschäftsmodell.

Hierbei prüfe sein Team den Ist-Zustand und den Ausblick mit einer Szenariorechnung, die alle Risiken der Finanzwelt abdecken soll - zum Beispiel einen höheren Zins - sowie die Angebote von Finanzdienstleistern.

Sechs Fachanwälte helfen bei Unternehmerfragen

„Man kann sagen, wir haben die Seiten gewechselt. Zusätzlich haben wir sechs Fachanwälte an uns gebunden, die in Unternehmerfragen zum Beispiel bei Steuerrecht, Erbrecht und der Nachfolgerregelung beraten“, erläutert Schu, der der Meinung ist, dass die höher werdenden Auflagen zum Teil auch  für den Kunden nicht zielführend seien.

Als langjähriger Finanzberater sei Schu einem ständigen Wandel unterworfen gewesen bei der Regulatorik und den Produkten. So startete er 1986 als Einzelunternehmer unter dem „einfachen“ § 34c GewO. 1996 habe er das Versicherungs- und Maklerbüro verkauft, um sich auf das Fondsmanagement und die Vermögensverwaltung unter der Aufsicht der BaFin zu konzentrieren, welche mit der Zeit immer strengere Züge angenommen hätte.

„2003 musste ich eine Kapitalgesellschaft gründen, weil die Zulassung als Privatperson unter der 32er-KWG-Lizenz nicht mehr möglich war. Nun lebe ich wieder ein Stück weit unternehmerische Freiheit.“

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