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Sauren Studie: Das sind die Gefahren von defensiven Aktien in der Zinsfalle

Sauren Studie: Das sind die Gefahren von defensiven Aktien in der Zinsfalle

Defensive Titel, die in den vergangenen Jahren deutlich besser als der globale Aktienmarkt gelaufen sind, bieten ein erhöhtes Rückschlagpotenzial für Investoren und stecken ebenfalls in der Zinsfalle, von der Anleihe-Investoren betroffen sind. Defensive Aktien würden bei einem Anstieg der Zinsen - gemeinsam mit Anleihen - an Wert verlieren. Das geht einer Studie des Kölner Asset Managers Sauren hervor.

Da aufgrund eines historisch niedrigen Kapitalmarktzinsniveau Anleger auf Sicht der kommenden Jahre und nach Abzug der Kosten voraussichtlich kein Geld im Anleihebereich mehr verdienen werden, so die Studie, werden immer mehr defensive Anleger in sogenannte defensive Titel gedrängt.

„Die Suche der Anleger nach Alternativen zu den niedrigen Zinserträgen hat zu einem verstärkten Interesse an defensiven Aktien mit stabilen Erträgen geführt. Dadurch sind nicht nur die Kurse dieser Titel gestiegen, sondern auch ihre Zinssensitivität“, heißt es. Bei einem Anstieg der Kapitalmarktzinsen könnten insbesondere diese vermeintlich stabilen Aktien unter Druck geraten.

Portfolios sind von dauerhaft niedrigen Zinsen abhängig

Deswegen werde die Portfoliokonstruktion zur großen Herausforderung. Anleihen bringen keine Rendite mehr und auch defensive Aktien mit Dividendenausschüttungen sind kein Zins-Ersatz.

So sei zu berücksichtigen, dass mit dem verstärkten Interesse der Investoren und der überdurchschnittlichen Entwicklung in der Vergangenheit auch das absolute Bewertungsniveau dieser Titel deutlich angestiegen sei.

Die Risiken von sogenannten klassischen Portfolios mit Investments in Anleihen und defensiven Aktien nehmen also zu. Die Portfolios seien einseitig auf ein Szenario dauerhaft niedriger Zinsen ausgerichtet.

„Bei einem nachhaltigen Anstieg der Kapitalmarktzinsen ist mit gleichzeitigen Wertverlusten beider Bausteine zu rechnen. Die Entwicklung der letzten Monate zeigt bereits, dass klassische Portfolios in diesem Falle keine sinnvolle Diversifikation bieten“, warnt die Studie der Sauren-Gruppe.

Eine sich zuspitzende Zinsfalle

Deswegen müsse man sich als Anleger breit aufstellen und sein Portfolio auf mehr als ein potenzielles, zukünftiges Marktumfeld ausrichten.

„In einem solchen Portfolio nehmen neben den traditionell defensiven und offensiven Portfoliobestandteilen auch Absolute-Return-Strategien einen festen Platz ein“, so die Studie.

Auch wenn Absolute-Return-Strategien im laufenden Jahr unter Druck gerieten, sei ihre Berücksichtigung für Anleger-Portfolios vor dem Hintergrund einer sich zuspitzenden Zinsfalle weiter an Bedeutung.

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