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Schroders-Experten sehen Marktkorrektur bei Hochzinsanleihen als Kaufgelegenheit

Schroders-Experten sehen Marktkorrektur bei Hochzinsanleihen als Kaufgelegenheit

Der Leiter US Credit Strategies & Lead Manager, Wesley Sparks, und die Investment Direktorin Fixed Income, Julie Mandell, halten den Hochzinsanleihemarkt im nächsten Jahr für aussichtsreich, da sich keine Umkehrung des Kreditzyklus abzeichnet. Der US-Markt nächere sich dem Ende des Kreditzyklus.

Zum 31. Juli 2017, lag die Rendite des globalen Hochzinsindex bei 4,71% mit einem Spread gegenüber Staatsanleihen von +331 Basispunkten. „Ein Anstieg der Spreads oder Renditen um 50–100 Basispunkte oder mehr wäre unseres Erachtens eine Kaufgelegenheit - ein solcher Bewertungsrückgang würde wahrscheinlich neue Käufe institutioneller Anleger auslösen, denn der globale Hochzinsmarkt ist fundamental nach wie vor gut abgestützt“, so die beiden in ihrem Marktkommentar vom September.

Nach den Zahlen von Moody's fiel die globale Ausfallquote spekulativer Anleihen von 4,8 % auf dem Zyklushöhepunkt im Sommer 2016 auf 4,4 % Ende des vergangenen Jahres und auf 3,1 % Ende Juli 2017. Damit liege diese merklich unter der Durchschnittsquote von 4,4 % seit 1990. Moody’s erwarte, dass die globale Ausfallquote bis Juli 2018 weiter auf nur noch 2,2 % zurückgehen wird.

Möglich aber unwahrscheinlich

Auch die erhöhte Volatilität schaffe Gelegenheiten, am Sekundärmarkt Anleihen unter pari zu kaufen. Wenn börsengehandelte Fonds (ETFs) erhebliche Abflüsse verzeichnen, finde in der Regel ein Verkauf volumenstarker, liquider Anleihen statt. Das könne die Kurse drücken und für aktive Manager Gelegenheiten zum Kauf relativ günstig bewerteter Anleihen ergeben.

„Aufgrund des Kursrückgangs und Renditeanstiegs können die Anleihebewertungen auf Niveaus zurückgehen, bei denen Kursanstiege wieder möglich sind.“

Insgesamt seien Marktkorrekturen am Hochzinsmarkt ein natürliches und immer wieder vorkommendes Phänomen. Seit Ende der globalen Finanzkrise im 2. Quartal 2009 habe es in jedem Kalenderjahr mindestens eine deutliche Korrektur gegeben.

Jedoch 2017 sei eine  solche Korrektur bisher ausgeblieben. „Dass dieses Jahr anders sein wird, halten wir für möglich, aber unwahrscheinlich - daher sollten sich Anleger unseres Erachtens darauf vorbereiten, eine mögliche Gelegenheit zu nutzen.“

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