Aufgrund möglicher weiterer Zinserhöhungen in den USA und einer größeren Verwundbarkeit der Märkte senkt Scott Mather das Risiko in seinem über €5 Milliarden schweren PIMCO GIS Total Return Bond-Fonds. 

„Insgesamt droht uns keine unmittelbare Rezession, aber die Märkte sind verwundbarer geworden. Das liegt unter anderem daran, dass wir uns in einer späten Phase des konjunkturellen Zyklus am Wachstumsgipfel oder sogar schon jenseits davon befinden. Im nächsten Jahr oder noch etwas später könnte die Wende kommen“, so Mather im Gespräch mit Citywire Deutschland. Zudem hätten die Märkte einen Anstieg der US-Leitzinsen auf 2 bis 2,5% eingepreist. Alles darüber hinaus würde aber die Märkte und das Wachstum dämpfen und hemmen.

Deswegen hat Mather, der bei Citywire mit einem A-Rating ausgezeichnet ist, die Durationsrisiken in seinem Fonds gesenkt. Allen voran bei Unternehmensanleihen wird ein Untergewicht bei der Duration gefahren.

 „Dort ist die Bewertung nahezu wie in den Krisenjahren. Man wird einfach nicht für das Risiko bezahlt. Daher ist die Duration bei unseren Unternehmensanleihen im Portfolio auf dem Level von 2005 und deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt“, so der Fondsmanager. Erhöht wurde im Umkehrschluss das Exposure in fünfjährigen Treasuries. 

Warnung an Investoren: Risiko zurückfahren

Mather, der den Flaggschiff-Fonds des Unternehmens 2014 von Bill Gross übernommen hat, warnt außerdem Anleihe-Investoren. Viele hätten in ihrem Anleihe-Exposure mehr Risiko als üblich genommen. Wenn alle gleichzeitig aus den risikoreicheren Anleihemärkten raus wollen, könnte es zu teils zu Liquiditätsverknappungen kommen.

In den vergangenen Jahren hätten immer die Notenbanken geholfen, aber diese ziehen sich nun zurück. „Wenige denken derzeit darüber nach, aber Anleger müssen strukturelle Probleme und Schwierigkeiten im Auge behalten. Auch deswegen fahren wir unser Risiko zurück und stellen uns defensiver auf. Vorsichtig ist geboten!“

Der PIMCO Global Return Bond-Fonds erzielte über die vergangenen drei Jahre bis Ende März 2018 eine Wertsteigerung von 0,8% auf Euro-Basis. Der Durchschnitt im Citywire-Sektor für Anleihen US-Dollar liegt im selben Zeitraum bei -2,9%. Damit belegt der Fonds den sechsten von insgesamt 28 Plätzen des Sektors.