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Siemens und SAP: Milliardenmanager von Schroders erhöht deutsche Aktien auf Top-Position

Siemens und SAP: Milliardenmanager von Schroders erhöht deutsche Aktien auf Top-Position

Der bei Citywire mit einem A-Rating bewertete Martin Skanberg hat in seinem €5,8 Milliarden schweren Schroder ISF EURO Equity-Fonds seine Gewichtung gegenüber deutschen Aktien in den vergangenen sechs Monaten aufgrund eines positive Ausblicks für die jeweiligen Firmen erhöht.

Inzwischen liegt die Positionierung des Milliardenfonds in Deutschland bei 32,5%. Die Benchmark des Fonds, MSCI European Monetary Union Net TR, bildet derzeit 29,5% in Deutschland ab. Damit ist Deutschland inzwischen auch die größte Länder-Gewichtung des europäischen Aktienfonds von Skanberg.

„In den vergangenen sechs Monaten haben wir unsere beiden bestehenden DAX-Positionen bei Siemens und SAP erhöht und außerdem eine Position bei ThyssenKrupp aufgebaut“, sagt Skanberg im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Siemens und SAP sind mit jeweils 4,2% gemeinsam mit BNP Paribas die Top-Position des Milliardenfonds. Unter den zehn größten Positionen des Fonds sind außerdem noch die Porsche Automobil Holding (3,7%) und Bayer (3,3%).

ThyssenKrupp als defensive Ergänzung

Dass der Hedgefondsmanager Ray Dalio im großen Stil DAX-Titel shortet, sieht Skanberg nicht kritisch. „Natürlich ist generell Vorsicht geboten. Besonders in Europa ist die Bewertung der Aktien gestiegen. Aber das Earnings-Momentum bleibt weiterhin gut in Europa - trotz eines starken Euro“, sagt der Fondsmanager. Nichtsdestotrotz habe Skanberg momentan vor allem den Blick auf defensive und Value-Aktien gelegt.

„Viele unserer deutschen Titel sind globale Leader in ihren Sektoren und wir sehen in unserem Team signifikantes Potential für diese Investments“, so Skanberg. So würde Siemens durch den Börsenstart von Healthineers profitieren und einen größeren Fokus auf die Division Digital Factory, die ein Portfolio von Hardware und Software Produkten bereitstellt, ermöglichen. SAP würde hingegen ab 2019 und 2020 von seinen vergangenen Investitionen profitieren.

Das Neu-Investment in ThyssenKrupp sei hingegen im Hinblick auf eine dauerhafte und langsame Restrukturierungsgeschichte getätigt worden. „Das ist schon ein paar Jahre das Thema aber inzwischen gibt es einige Pläne, die jetzt auch verwirklicht werden und Früchte tragen.“

Der Schroder ISF EURO Equity-Fonds erzielte über die vergangenen drei Jahre bis Ende März 2018 eine Wertsteigerung von 17,6% auf Euro-Basis. Der Durchschnitt im Citywire-Sektor Aktien Eurozone liegt im selben Zeitraum bei 11,4%. Damit belegt der Fonds den 24. von insgesamt 102 Plätzen des Sektors.

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