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Starcapitals Huber: „Aktien krass unterbebewertet und bieten Kurspotenzial“

Starcapitals Huber: „Aktien krass unterbebewertet und bieten Kurspotenzial“

Starcapitals Fondsmanager Peter Huber empfiehlt vor dem Hintergrund anhaltender Unsicherheiten an den Börsen, stärkere Kursrückgänge zum weiteren Aufbau von Aktienpositionen zu nutzen.

Vergleiche man das heutige Börsenumfeld mit den entsprechenden Vergleichsmustern in der Vergangenheit, könnte man durchaus vor einem langfristigen Aufwärtstrend stehen, schreibt Huber in einem aktuellen Marktkommentar mit der Frage „Sind Aktien wirklich teuer?“

„Was noch zu einem idealen Ein­stiegszeitpunkt fehlt, wäre eine handfeste weltweite Re­zession mit sehr negativen Wachstumserwartungen. Aber vielleicht sind wir ja schon auf dem Weg dahin?“

Unsicherheit an den Börsen

An den Börsen sei die Unsicherheit derzeit mit Händen zu greifen. Die einen würden argumentieren, dass die längste Hausse seit dem zweiten Weltkrieg nach einer siebenjährigen Hausse jetzt ausläuft, schreibt Huber. „Angesichts der stagnierenden bis fallenden Unternehmensgewinne und dem schwachen Wachstum der Weltwirtschaft seien Aktien inzwischen viel zu hoch bewertet, sagen die anderen.“

Vor diesem Hintergrund würden die Aktienmärkte von den Banken derzeit gnadenlos abgestuft. So sehe der Analyst Albert Edwards von Societé Générale den DAX unter die Marke von 3000 Punkte fallen. „Wir beteiligen uns grundsätzlich nicht an einer solchen Börsen-Wahrsagerei“, schreibt Huber.

Aktienkurse seien auf kurze bis mittlere Sicht nicht prognostizierbar, weil der Verlauf von Ereignissen abhänge, die heute noch nicht bekannt seien. Eine Beurteilung biete sich vielmehr durch den Blick in die Vergangenheit: Welches Umfeld regte zum Kauf an, wann hätte man besser die Finger davon gelassen?

„Von Überbewertung kann keine Rede sein“

Eine wichtige Rolle dabei spiele die Bewertung. Zur Berechnung eines Bewertungsindikators nutzt Huber den Mittelwert aus Kurs-Gewinn-Verhältnis, Kurs-Cash-Flow-Verhältnis und Kurs-Buchwert-Verhältnis und den Kehrwert der Dividendenrendite. Das Ergebnis zeige, dass derzeit amerikanische Aktien sehr hoch, europäische neutral und asiatische Aktien relativ niedrig bewertet seien. „Von einer generellen Überbewertung kann also keine Rede sein."

Die Höhe der inzwischen angehäuften Staatsverschuldung mache zudem eine Rückkehr zu normalen Zinszyklen unmöglich. Null- und Negativzinsen ermöglichten es Regierungen, den Staatskonkurs hinauszuschieben. Bleiben die Zinsen langfristig so niedrig, seien an den Aktienkursen deutlich höhere Kurs/Gewinn-Verhältnisse gerechtfertigt als sie heute vorhanden sind. „Aktien sind also insgesamt heute krass unterbewertet und bieten somit viel Kurspotenzial“, schreibt Huber.

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