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Studie: Finanzdienstleister und Banken verpassen Wachstumschancen

Studie: Finanzdienstleister und Banken verpassen Wachstumschancen

Nur ein Bruchteil der deutschen Finanzdienstleister will mit neuen Produkten und Wachstum im Ausland das Geschäft vorantreiben. Das hat eine Studie im Auftrag von Sopra Steria Consulting und dem FAZ-Institut ergeben.

Im Rahmen künftiger Wachstumsentwicklungen setzen stattdessen acht von zehn Banken, Versicherern und sonstigen Finanzdienstleistern strategisch auf die bewährten Geschäftsmodelle und ihr Kerngeschäft.

Nur rund 4% der befragten Unternehmen wollen mit neuen Produkten ihr Geschäft voranbringen. Der Blick auf internationale Märkte finde ebenfalls kaum statt; insbesondere im Vergleich zu Industrieunternehmen. Nur 6% der Finanzunternehmen seien aktiv auf der Suche nach Wachstumschancen im Ausland. Vor allem Banken müssten ihr Profitabilitätsproblem jedoch durch neues Wachstum ausgleichen, Geschäftsmodelle hinterfragen und anpassen.

Auslandsbanken wie Santander hätten gezeigt, wie sie mit ihren standardisierten Plattformen Innovationen sehr rasch über Ländergrenzen hinweg einführen können. Im Service für Geschäftskunden wäre auch noch Luft nach oben. 

„Die Exporte deutscher Großunternehmen und des Mittelstandes halten an; für jedes dritte Industrieunternehmen sind Investitionen im Ausland eine zentrale Wachstumsschraube - diese Unternehmen brauchen vertrauenswürdige Finanzierungs- und Abwicklungspartner und deren Know-how“, so Stefan Lamprecht, Mitglied der Geschäftsleitung und Division Director Banking von Sopra Steria Consulting.

Digitalisierung vor Internationalisierung

Die Studie zeigt ebenfalls auf, dass 30% der Finanzunternehmen eher digitale, internetbasierte Geschäftsmodelle zu einer tragenden Säule für Wachstum und Profitabilität etablieren. Insbesondere, da der deutsche Privatkundenmarkt zu den schwierigsten der Welt zähle.

Problematisch sei, dass die Kostenstruktur über Online-Kanäle vor allem im Privatkundengeschäft mit Girokonten und Standardfinanzierungen deutlich niedriger ausfalle als beim Absatz in der Filiale. Jedoch seien Technologien und Digitalisierung ein Mittel, Kunden wieder stärker zu begeistern und auch mit einem reduzierten Filialnetz die Reichweite zu halten.

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