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Union Investments Ertz warnt vor negativen Effekten des M&A Booms

Union Investments Ertz warnt vor negativen Effekten des M&A Booms

Die Zunahme an Übernahmeaktivitäten könnte sich negativ auf die Anleihen von Unternehmen im Pharma- und Healthcare Bereich auswirken, warnt Stephan Ertz, AAA-geratete Fondsmanager bei Union Investment.

Im Interview mit Citywire Deutschland, sagte der in Frankfurt ansässige Fondsmanager, dass er beide Sektoren aufgrund dieses Trends vermeidet.

Immer mehr Firmen in den USA und auch in Europa emittieren mehr Anleihen, um ihre Übernahmeaktivitäten zu finanzieren. Das wirkt sich allerdings negativ auf die Ratings der Unternehmensanleihen aus, so der Anleihenmanager.

"Aufgrund dieses Trends bin ich sehr vorsichtig gegenüber dem Pharma- und Healthcare Sektor und bin in diesem Bereich untergewichtet," sagte der Manager des UniEuroRenta Fonds.

"Es ist bei den größeren Firmen wie Bayer, die für Übernehmen gut positioniert sind und die bereits mit engen Spreads getradet werden, wo man sich um die Bonitätsnoten der Firmen Sorgen machen muss," ergänzte er.

USA treibt Übernahmeaktivitäten in Europa voran

Während Ertz glaubt, dass eine wirtschaftliche Erholung und eine lockere Geldpolitik innerhalb der Eurozone weitere Auslöser für Übernahmen in der Region sind, führt er den jüngsten M&A Boom auf die Nachfrage aus den USA zurück.

"Viele amerikanische Firmen nützen es aus, im Ausland eine niedrigere Gewinnsteuer als in den USA zahlen zu müssen," so Ertz. Das Übernahmeangebot für die Energiesparte des französischen Unternehmens Alstoms durch die amerikanische General Electric sei ein gutes Beispiel dieses Trends.

"Die Kunst liegt darin, dass man frühzeitig erkennt welche Firmen von diesem Trend profitieren werden und welche nicht und wie man die Volatilität in den Spreads  benutzt," ergänzte er.

"‚Eine Firma wie Alstom zum Besipiel wird nur von einer Übernahme profitieren," so Ertz und sagte, dass er in der französischen Firma Bouygues, ein Großaktionär von Alstom, investiert ist.

In den letzten drei Jahren bis Ende April hat der UniEuroRenta Fonds eine Rendite von 25,05% erzielt. Sein Vergleichsindex, der Markit iBoxx Euro Corporartes TR Index, stieg um 20,8% in derselben Zeit.

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