Der Value-Experte Tom Stubbe Olsen setzt in seinem Nordea 1 - European Value BP EUR-Fonds auf unter Druck geratene Unternehmen, die von Restrukturierungen profitieren.

„Die Verantwortlichen dieser Unternehmen reißen das Ruder um und ändern die Ertragskraft positiv für die Firmen“, so Tom Stubbe Olsen im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Ende Juni 2017 waren rund 18,5% in Restrukturierungs-Themen investiert. Mit dabei unter anderem dass schwedische Unternehmen Ericsson, das etwa 2,5% des Portfolios ausmacht.

„Das Management von Ericsson ist durch Großaktionäre unter Druck geraten. Es gab einen CEO-Wechsel und im Anschluss dessen wurden die Kosten des Unternehmens angepasst. Davon profitiert das Unternehmen bereits und wird noch weiter in Zukunft unserer Meinung nach profitieren“, so Olsen.

Innerhalb der vergangenen drei Jahre bis zum 12. Juli 2017 verlor die Ericsson-Aktie 23,6%. Ein Blick auf die vergangenen sechs Monate zeigt hingegen, dass sich die Aktie der schwedischen Firma erholt und um 19,2% stieg.

Generell seien die Aktienmärkte in den vergangenen Jahren hochgetrieben worden. „Die Bewertungen sind sehr hoch gelaufen und deswegen finden wir vor allem bei diesen kriselnden Unternehmen Investment-Potential. Durch die Anpassungen und Restrukturierungen entsteht eine Bewertungs-Lücke.“

Der Nordea 1 - European Value BP EUR-Fonds erzielte über die vergangenen zehn Jahre bis Ende Mai 2017 eine Wertsteigerung von 34,9% auf Euro-Basis. Der Durchschnitt des Citywire-Sektors Aktien - Europa erzielte im selben Zeitraum eine Wertsteigerung von 19,6%.