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Vermögensverwalter diskutieren die Kasseposition im aktuellen Marktumfeld

Acht verschiedene Vermögensverwalter diskutieren, wie wichtig derzeit die Kasseposition im aktuellen Marktumfeld ist. Sollte man (immer) voll investiert sein?

Im aktuellen Zinsumfeld stellt sich durchaus die Frage, ob das Halten der Kasseposition der Performance schadet oder sie stützt. Die Höhe der Quote hängt nicht zuletzt auch von der Investment-Philosophie ab.

Das richtige Timing und die Prognose spielen ebenfalls eine Rolle, - also die Frage, wann man die Kasseposition in der Asset-Allokation einsetzt.

Ist die Kasseposition im aktuellen Marktumfeld wichtiger denn je oder sollte man (immer) voll investiert sein? Citywire Deutschland hat Statements von Vermögensverwaltern aus der DACH-Region gesammelt.

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Andreas Görler

Pruschke & Kalm Wellinvest Berlin, Vermögensverwalter

„Aktives Investieren wird wichtiger“

„Die Tatsache, dass Liquidität in einem Fonds Geld kostet ist natürlich ein Problem. In der Vergangenheit konnte man sogar noch Geld verdienen, wenn man den Investitionsgrad zwischenzeitlich verringert hat. Diese Zeiten sind vorbei und aktives investieren wird noch wichtiger.

Zwar schadet eine zu große Kassenposition im aktuellen Zinsumfeld der Performance aber trotzdem sollte der Hauptgrund für ein Investment immer noch in einer fundamentalen Überzeugung liegen.

Nach meiner Auffassung ist eher die Philosophie ausschlaggebend. Viele Multi-Asset oder Absolute-Return-Fonds halten sehr geringe Liquidität, weil behauptet wird, dass man stets Erträge erzielt und unter allen Anlageklassen immer die richtigen auswählt. Wenn das wirklich immer funktioniert ist eine geringe Liquidität natürlich eine konsequente Folge. Sofern man sich auf Stock-Picking konzentriert und eine Entscheidung länger überprüft, kann das eben auch dazu führen, dass man eine längere Zeit höhere Cash-Quoten hat, bis man eine Position aufbaut.“

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Ben Betz

Bayerische Vermögen, Portfoliomanager und Verantwortlicher für Geschäftsfeld Wertpapiere

„Kernaussage vom Statement“

„Statistisch gesehen sollte man im Markt investiert sein, denn nur so kann man die Renditen des Marktes auch einfahren.

Falsches Timing kann viel Rendite kosten. Wenn man in Europa auf Basis des MSCI Europe zwischen 2001 und 2016 die 10 besten Tage verpasst hätte, dann wäre die Rendite bei -0,8 % p.a. gewesen statt bei 3,4% p.a.. Und die besten Tage gibt es meist nach den ganz schlechten, also der klassische Rebound. Hat man die besten 30 Tage verpasst, landet man bereits schon bei -5,7 % p.a.. Man sollte sich langfristig nie gegen die Statistik stellen und sich auf das konzentrieren was man am besten kann und das ist in unserem Hause die Selektion.

Diese Statistik gilt allerdings für den Aktienmarkt. Betrachten wir den Rentenanteil in den Portfolien, so hat hier der Kasseanteil an Bedeutung hinzugewonnen. Bevor wir Anleihen mit Renditen nahe Null oder gar darunter kaufen, lassen wir Liquidität liegen um bei Chancen zugreifen zu können. Beispiele sind gefallene Anleihekurse im Zuge von Dieselgate oder ein aktuelleres Beispiel ist eine übertriebene Markterwartungen bzgl. einer Zinswende. Wer dann über Liquidität verfügt kann mal eben schnell einen guten Renditeaufschlag für das Portfolio vereinnahmen. Bei langfristig anhaltenden Zinssteigerungen ist ein Vollinvestment sicherlich auch nicht die beste Wahl.

Eine Kasseposition senkt die Duration ungemein und hat gegenüber deutschen Staatsanleihen mit kurzer Laufzeit bei einer Volatilität von 0 auch einen Renditeaufschlag.“

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Dieter Helmle

Capitell Vermögens-Management, Vorstand

Die Kasseposition ist aktuell nicht wichtiger denn je

„Sofern der Vermögensverwalter, beziehungsweise Anleger auf längere Sicht durch seine Prognosefähigkeit einen Mehrwert erzielen kann und vor allem Risiken reduzieren kann, macht eine phasenweise Kassehaltung Sinn.

Wichtiger denn je, ist sie aktuell nicht, aber sinnvoll, weil wir erhöhte Korrekturgefahren sehen.“

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Gerhard Rosenbauer

AVANA Invest, Geschäftsführung

„Kassepositionen werden aufgebaut, wenn die Kursziele von Assets erreicht wurden.“

„Ich bin kein Freund davon immer voll investiert zu sein. Kassepositionen werden aufgebaut, wenn die Kursziele von Assets erreicht wurden. Dann kann man sich mit der entsprechenden Liquidität an die Seite stellen und abwarten bis sich weitere Marktentwicklungen geklärt oder neue Chancen ergeben haben.“

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Guido Berresheim

Spirit Asset Management S.A. Luxemburg, Senior Vice President

„Aktuell ist unsere Quote höher als im mittelfristigen Durchschnitt“

„Die Cash-Quote ist aktuell nicht wichtiger denn je, sie bleibt eine wichtige Position, um etwa auf Marktgegebenheiten reagieren zu können. Vor einigen Jahren wurde die Liquidität noch verzinst, mittlerweile hat man sich an die Negativverzinsung gewöhnt und wir sind uns bewusst, dass der „Schutz“ der Liquidität Geld kostet.

Aktuell ist die Quote bei uns höher als im mittelfristigen Durchschnitt, da wir mit grösseren Schwankungen und somit mit neuen Kaufgelegenheiten rechnen.“

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Hans Heimburger

Gies & Heimburger, Geschäftsführer

Tägliche Absicherung spielt eine wichtige Rolle

„Die aktuelle Marktsituation unterscheidet sich nicht wesentlich von Marktsituationen, wie wir sie oft haben. Unsicherheiten sind an den Märkten eigentlich immer da, so dass taktische Liquidität, beziehungsweise Absicherung täglich in unserer Betrachtung eine wichtige Rolle spielt.“

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Lothar Koch

GSAM + Spee Asset Management, Leitung Portfoliomangement

Für die Kasseposition zu zahlen ist manchmal sinnvoll

„Es ist nicht immer sinnvoll, zu 100% investiert zu sein. Zwar kostet die Kasse heute auch Geld, das mag kurzfristig aber besser sein, als sehenden Auges in einen kräftigen Rückschlag hinein zu laufen.“

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Marcus Zuhorn

FIO Partners, Partner

„Es kommt darauf an!“

„Es kommt darauf an! Der langfristig denkende und eher in Aktien anlegende Investor, der sich durch sein Engagement als Teilhaber des Unternehmens sieht, wird fast immer voll investiert sein.

Aber die Frage muss auch unter den Cashflow-Gesichtspunkten untersucht werden. Aufgrund der im Moment bei uns herrschenden Meinung ist eine Cash-Position im aktuellen Umfeld wichtig (taktische Assetallokation).“

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