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Warum die Größe einer Vermögensverwaltung hilfreich, aber kein ausreichender Erfolgsfaktor ist

Warum die Größe einer Vermögensverwaltung hilfreich, aber kein ausreichender Erfolgsfaktor ist

Innerhalb der Branche der Vermögensverwalter wirken eine Vielzahl von Trends und Herausforderungen auf die Marktposition der einzelnen Marktteilnehmer ein. Inwiefern hieraus ein positiver Nutzen entstehen kann, erläutert Torsten Reischmann, Executive Director Product Management von der vwd group, während des 4. Deutschen Vermögensverwaltertages in Wiesbaden.

Die größten Markttrends und Herausforderungen für die Branche sind Digitalisierung und neue Technologien, der demografische Wandel, Veränderungen innerhalb der Kundenstruktur und des Wettbewerbsumfelds, sowie eine Verschiebung der Kosten und Einkünfte bei den Marktteilnehmern.

In Anbetracht der Veränderungen innerhalb der Vermögensverwaltungsbranche sei laut Reischmann die Größe einer Vermögensverwaltung zwar hilfreich, aber als Erfolgsfaktor nicht ausreichend. Diese spielt jedoch aufgrund der steigenden Regulierung und einer zu erwartenden verstärkten Konsolidierung eine große Rolle.

Innovationen aufgrund von Inkongruenzen

Von großer Bedeutung sei in diesem Zusammenhang auch das Entstehen von Innovationen aufgrund entsprechender Inkongruenzen zwischen wirtschaftlichen Gegebenheiten.

So sei laut einer Studie von Deloitte das Vermögen der Millionärshaushalte während der Jahre 2000 bis 2015 um 60% gestiegen, doch zeichnet sich gleichermaßen ein Rückgang der Gewinnmargen des Wealth Management um 40% ab.

Diese Entwicklung ist durchaus unterlegt durch die merkliche Zunahme von FinTechs und RoboAdvisorn in den vergangenen zwei Jahren.

„Dennoch können effiziente, digitalisierte Prozesse ab einer gewissen Mindestgröße des Unternehmens durch Hilfe von individualisierbarer Standardsoftware sowie Outsourcing sinnvoll etabliert werden. Auch ein hybrides Multikanal-Angebot, eine automatisierte regulierungskonforme Individualität der Beratung, Outsourcing oder gegebenenfalls eine organisatorische Konsolidierung sind denkbare Lösungsansätze für die Bewältigung von MiFID II“, erklärt Reischmann.

Nutzen ziehen aus MiFID II

Beispielsweise sollten Vermögensverwalter die Kostentransparenz weniger als regulatorisches Übel, sondern als wesentlichen Bestandteil des regelmäßigen individuellen Endkundenreportings sehen.

„Ebenfalls die Zielmarktbestimmung unter MiFID II kann als hilfreiche Unterstützung dienen, da eine entsprechende zugrundeliegende Kundensegmentierung bei der Gestaltung des Transformationsprozesses hilft und somit einen automatisierten aber kundenindividuellen Investmentprozess fördern kann.“

Auch die im Rahmen von MiFID II zunehmend anzuwendende Profilierung, vor allem in Bezug auf die Kundeninformationen, gewinne für Kunden und Regulierung an Bedeutung. „Wichtig ist, dass man erkennt, dass auch Vermögensverwalter hier gewinnen können. Denn mehr Daten etwa zu weiteren Vermögensbestandteilen können helfen, das Kundenvolumen mittelfristig zu steigern“, betont Reischmann.

Die vwd liefert Lösungsideen für die Digitalisierung des Vermögensmanagements mit individualisierbaren, Kosten effizienten, Cloud-fähigen Standardlösungen. Das umfasse auch Cloud(ready) Microservices, um entsprechend auf regulatorische Änderungen reagieren zu können. „Diese können direkt im digitalen Endkundenkanal oder in der hybriden Kundenbetreuung verwendet werden.“

Die vwd group ist ein in Europa agierender Anbieter für Informations- und Technologielösungen im Asset und Asset-Liability Management, im Retail und Private Banking sowie im Wealth Management.

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