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Warum eine neue Ära von Long/Short- und marktneutralen Fonds startet

Warum eine neue Ära von Long/Short- und marktneutralen Fonds startet

Romain Stephan von Silver Time Partners sieht eine neue Ära für Long/Short- und marktneutrale Fonds kommen, da die traditionellen Märkte unter Druck stünden und die Quantitative-Easing-Programme zurückgefahren werden.

„Was im Aktienbereich in Europa neu ist, ist, dass die Zentralbanken die Geldpolitik straffen und wir eine viel größere Streuung im Aktienbereich sehen“, so Stephan zu Citywire Selector, einer Schwesterseite von Citywire Deutschland

Stephan betreut derzeit drei Fonds, darunter den LOQ Equity Europe Patrimoine, der derzeit von Olivier Nobile und Aurelio Rodriguez verwaltet wird.

Seit September 2017 würden Unternehmen die Märkte enttäuschten und einen Drawdown verursachen, was in den letzten fünf Jahren nicht der Fall gewesen wäre.

„Jedes Mal, wenn schlechte Nachrichten vom Markt kommen, sind die Zentralbanken gekommen und haben gesagt: ‚Okay, es ist gut, wir sind hier‘. Doch das ist nun vorbei und wir haben viele Drawdowns erlebt“, stellt Stephan heraus.

In Großbritannien beispielsweise gäbe es Unternehmen wie Centrica, das nach sehr schlechten Zahlen um 33% gesunken wäre. Auch der Wert von Dixon Carphone wäre um 45% zurückgegangen. Es gäbe jetzt viele Alpha-Treiber, an denen die Manager auf der Short-Seite investieren könnten.

„Unser Fonds versucht wirklich, Aufwärtstrends zu nutzen, aber wir hatten auch eine Vermögensgenerierung auf der Short-Seite“, fügt er hinzu.

Das Quantitative-Easing-Dilemma und der US-Kursrutsch

Verheerend am Markt sei im Moment die quantitative Lockerung der Zentralbanken. „Es war sehr schwierig, gute Long-Positionen zu finden und schlechte Unternehmen zu vermeiden, denn mit dem QE-Programm wurden schlechten Unternehmen von den Zentralbanken unterstützt.“

Auf dem US-Markt bestehe zudem die Wahrscheinlichkeit eines Kursrutsches, der alle Märkte zum Einsturz bringen könnte. „Was wir sehen ist, dass wir aus einem Jahrzehnt des Aktivismus der Zentralbank kommen.“

Wir kämen in eine Zeit zurück, in der keine Zentralbanken in den Markt eingreifen würden, also eine für Stock-Picker von L/S-Strategien sehr aufregende Zeit. Auf lange Sicht würden so Trends auch leichter zu erkennen sein.

„Es wird stärkere Indikatoren auf dem Markt geben, weil die Wirtschaft Monat für Monat besser wird. So werden auch schlechte Unternehmen sichtbar gemacht, die nicht länger die Unterstützung der Zentralbanken haben“, fügt Stephan hinzu.

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