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Warum HSBC-Milliardenmanager indische Banken in über 20 Jahre altem Fonds übergewichtet

Warum HSBC-Milliardenmanager indische Banken in über 20 Jahre altem Fonds übergewichtet

Weil die Bewertungen von inländischen indischen Banken - vor allem staatliche Institute und private Firmenkreditgeschäfte - zuletzt um 15 bis 50% gesunken sei, ist der Sektor Finanzwerte mit aktuell 34,6% der am stärksten gewichtete Sektor des HSBC GIF Indian Equity-Fonds von Nilang Mehta.

„Im Finanzsektor gefallen uns Corporate-Banken mit starken Haftungslizenzen im Retail-Bereich besser als reine Retail-Banken“, so Mehta im Gespräch mit Citywire Deutschland. Grund dafür sei, dass Retail-Banken doppelt so hohe Bewertungen verzeichnen als die Corporate-Institute. Allerdings erwarte Mehta bei diesen ein Rerating mit sich verringernden Kreditkosten und einer sich normalisierenden Profitabilität.

Der Fonds wurde am 4. März 1996 aufgelegt und ist einer der am längsten bestehenden Indien-Fonds mit einer UCITS-Struktur im Large-Cap-Bereich. Der Fonds investiert in Aktien von indischen Unternehmen anhand eines Investmentprozesses, der sich auf die Bewertungen (Price to Book) und die Eigenkapitalrendite der Unternehmen konzentriert - aktuell umfasst das Fondsvolumen rund €1,5 Milliarden.

Bewertungen je nach Sektor attraktiv

Indiens makroökonomische Daten seien aktuell auf dem Verbesserungsweg, da die Wirtschaft sich gerade im Wandel befinde - dies komme zum einen von der Umsetzung der landesweiten Mehrwertsteuer Goods and Service Tax, zum anderen durch das Verbot hochwertigen Banknoten. „Die Reformen im Land, die Premierminister Modi durchgesetzt hat, nehmen also Gestalt an und werden zum Wachstum beitragen“, so Mehta.

Es gebe aber noch viele Herausforderungen im Bankensektor aufgrund fauler Kredite. Dieses Problem werde jedoch aktuell durch das neue Insolvenzgesetz und eine strengere Haltung vonseiten der Regulierungsbehörde gelöst. „Kurzfristig verursachen diese Änderungen Ungewissheit aber wir betrachten sie als eine gute Sache, die zu einem stärkeren und stabileren indischen Bankensektor führen wird“, zeigt sicht Mehta optimistisch.

„Die indische Wirtschaft verbessert sich deutlich und wird die nächsten zehn Jahre vielfache Investmentchancen anbieten.“ Indiens junge und wachsende erwerbstätige Bevölkerung werde den Konsum unterstützen, in dem Maße wie die Löhne steigen. Auch die Infrastrukturinvestitionen der Regierung sowie des Privatsektors werden positive Auswirkungen auf das allgemeine Wachstumspotenzial haben.

Zwar seien die Bewertungen im Durchschnitt relativ teuer, allerdings nicht, wenn man den Blick auf bestimmte Sektoren richte. „Value-Chancen finden sich vor allem in zyklischen Werten gegen teure Defensivtitel - wir sehen auch Chancen in Corporate-Banken und ausgewählten IT-Titeln, sowie in den Sektoren Baumaterialien und einigen Industrials.“

Der indische Aktienfonds erreichte im vergangenen Jahr eine Performance von 7,0% und belegt entsprechend im Citywire-Sektor Aktien - Indien den 14. von 47 Rängen.

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