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Warum Matthias Born defensive Sektoren meidet und auf Luxusgüter setzt

Warum Matthias Born defensive Sektoren meidet und auf Luxusgüter setzt

Aus Sicht von Matthias Born sind derzeit insbesondere Small Caps weiter attraktiv und birgen entsprechend Chancen. „Die Large Caps stehen in meinem Fonds für das stabile Wachtum, Small Caps geben dem Ganzen noch einmal die besondere Würze“, so Born, der den Berenberg Eurozone Focus Fund B managt, im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Langfristig erachte er Small Caps als wichtigen Bestandteil der Strategie, die lukrative Renditen generieren können.

Die aktuelle Top-Position des Fonds ist der Luxusmarken-Konzern LVMH, mit rund 4,23%. Dies sei ein Beispiel aus dem Large-Caps-Bereich, das zweistellige Gewinnwachstumsraten erzielt. „LVMH halte ich seit Fondsauflegung und habe die Position sukzessive vergrößert“, so Born, der aktuell bei Citywire mit einem A-Rating ausgezeichnet ist.

Vor allem Geschäftsmodelle mit höherem Risiko seien 2017 gut gelaufen. „Angesichts gestiegener Volatilität und höherer externer Risiken schauen die Anleger derzeit wieder genauer hin und das bekommen einige Unternehmen, nicht zuletzt auch viele Zykliker, zu spüren“, betont Born.

Die Sektoren IT (30,45%), Consumer Discretionary (22,23%), Industrials (19,22%) und Finanzwerte (12,34%) sind als zyklischer einzustufende Sektoren im Berenberg Eurozone Focus Fonds die größten Sektoren. „Wir sind aber nicht wegen des zyklischen Aspekts in diesen Sparten investiert, sondern weil für unseren Investmentstil dort derzeit die spannendsten Unternehmen zu finden sind“, betont Born.

Defensive Sektoren wie Health Care (8,94%) und Consumer Staples (5,88%) sind wesentlich niedriger gewichtet. „Bei steigenden Zinsen sehen wir nach wie vor defensive Bereiche unter Druck, wie zum Beispiel auch der Sektor für Basiskonsumgüter.“

Bewertungen am oberen Ende

Die große Frage sei, ob sich der Zyklus am deutschen Aktienmarkt bereits dem Ende zuneigt. „Allerdings deutet derzeit nichts auf eine Rezession hin, die Aktienmärkte erscheinen deshalb auch weiterhin positiv - jedoch ist zu beobachten, dass die Volatilität zurückgekehrt ist und derzeit die risikoreicheren Geschäftsmodelle leiden, sowie diejenigen Unternehmen, die beim Gewinnwachstum  nicht überzeugen konnten.“

Einige Frühindikatoren wie zum Beispiel der ifo-Index zeigen derzeit ein abflachendes Momentum. Bei den Bewertungen sieht Born aktuell nicht allzu viel Luft nach oben. „Der Treiber muss dafür das Wachstum sein, das  flacht zwar am Markt etwas ab, dennoch finden wir in Europa weiterhin interessante Investmentmöglichkeiten mit zweistelligen Gewinnwachstumsraten.“

Der Berenberg Eurozone Focus Fonds, der im Oktober 2017 gestartet wurde, erreichte im vergangenen Monat April eine Performance von 3,8% und belegt entsprechend den 81. von 117 Rängen im Citywire-Sektor Aktien - Eurozone.

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