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Warum Tesla größte Short-Position bei Absolute-Return-Manager von Jupiter AM ist

Warum Tesla größte Short-Position bei Absolute-Return-Manager von Jupiter AM ist

Die Aktie des US-amerikanischen E-Autoherstellers Tesla schneide bei quantitativen Screenings schlecht ab und zeige Warnsignale in Bezug auf die Unternehmensbilanzen (Z-Score bei Altman), die Qualität (F-Score bei Piotroski), das Bilanzwachstum und die Rechnungslegungsstandards. Das ist die Analyse von James Clunie, Head of Strategy, Absolute Return und Fondsmanager des Jupiter Global Absolute Return SICAV.

Aus diesen Gründen ist die Tesla-Aktie mit 1,2% die größte Short-Position in der Absolute-Return-Strategie von Clunie.

„Der kometenhafte Anstieg des Aktienkurses in diesem Jahr hat sich für uns als Leerverkäufer wie ein Ausflug ins Unwetter angefühlt. Als Anleger mit einem persönlichen Interesse an Tesla waren wir überrascht, wie stark Elon Musk anscheinend das Marktverhalten beeinflussen kann“, so Clunie.

Außerdem zweifelt Clunie am raschen Erfolg des Tesla Model 3 und hat Zweifel am Geschäftsmodell, das hauptsächlich auf Musks Versprechen basiere.

„Auch wenn Apple hoch bewertet war, bewegte sich die Aktie nie in dem Blasenbereich, in dem sich Tesla unserer Ansicht nach befindet. Und was die Persönlichkeiten betrifft, steckte Steve Jobs Genialität in Apples Produkt und nicht in seinem Storytelling“, erläutert Clunie.

Tesla am Scheideweg? 

Tesla beabsichtigt seine Produktionsrate von 90.000 Fahrzeugen im Jahr 2016 auf 500.000 im Jahr 2018 und eine Million im Jahr 2020 zu erhöhen.

„Das ist ein ziemlich ehrgeiziger Plan für einen jungen Autohersteller, der bisher noch kein Auto gewinnbringend produziert hat, reihenweise geringere Ziele verfehlt hat und Autos in der gleichen Geschwindigkeit herstellen muss wie die effizientesten Fabriken von GM und Ford. Es wird interessant zu sehen, was in dieser Schlacht zwischen Geschichtenerzählern und Fundamentaldaten-Liebhabern als Nächstes passiert“, so Clunie.

Clunie sagt, dass trotz zwei umfangreicher Kapitalaufnahmen von etwa €1,7 Milliarden über eine Aktienemission im Mai 2016 und €1 Milliarde über Aktien und Wandelanleihen im März dieses Jahres -  es sogar Schätzungen gäbe, dass Tesla nur so viel Kapital hat, um die nächsten drei Quartale zu überleben.

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