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Wegen steigender Regulierung und Kostendruck: iShares sieht MiFID II als immense Chance

Wegen steigender Regulierung und Kostendruck: iShares sieht MiFID II als immense Chance

Da unter steigender Regulierung durch MiFID II die Transparenz der Produkte immer wichtiger, sowie der Kostendruck immer größer wird, sieht Peter Scharl, Leiter iShares & Index Investments in Deutschland, Österreich und Osteuropa bei BlackRock, MiFID II als immense Chance für das ETF-Geschäft.

„Das liegt zum einen an der hohen Transparenz der Produkte und zum anderen an ihren niedrigen Kosten. Beides wird auf Seiten der Investoren immer wichtiger. Deswegen spielen kostengünstige passive Bausteine für aktive Portfolios eine immer größere Rolle. Zusammenfassend kann man sagen, dass MiFID II aufgrund der gestiegenen Transparenz- und der Kostensensitivität ein game changer für die ETF-Industrie ist“, so Scharl im Gespräch mit Citywire Deutschland auf dem Fondsprofessionell Kongress in Mannheim.

Branchen-Trend hin zu kostengünstigen Lösungen

Der Trend ist deutlich: Insgesamt haben sich die Nettozuflüsse bei iShares im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr weltweit auf $246 Milliarden verdoppelt. Diese Tendenz würde sich dank MiFID II fortsetzen.

„Der Branchen-Trend geht dahin, dass die Regulierung kostengünstige, transparente und effiziente Anlagelösungen fördert. Deswegen wird in Zukunft vermutlich auch bei Großbanken ein Paradigmenwechsel stattfinden“, so Scharl.

Kapitalmarkteinschätzungen und aktive Asset Allokation dürften zunehmend zentral gesteuert werden. Diese werden an die Berater weitergegeben. Dadurch werde die Investment-Palette für die Berater künftig noch stärker aus einem Guss kommen, in Form „schlüsselfertiger“ Komplettlösungen. ETFs würden als Bausteine dieser Lösungen eine große Rolle spielen, da sie besonders effizient seien. Dadurch haben die Berater mehr Zeit für die ganzheitliche Betreuung ihrer Kunden.

ETF-Anbieter profitieren sogar von volatilen Märkten

Außerdem spiele die voranschreitende Digitalisierung und damit einhergehend die steigende Anzahl an Robo-Advice-Plattformen oder Fintechs den ETFs in die Hände. Diese setzen ihre Asset Allokation überwiegend durch passive Bausteine um. „Denn ETFs sind vielfach effizienter als eine Einzeltitelauswahl. Und ETFs als Bausteine tragen auch dazu bei, die Komplexität in der Asset Allokation zu verringern.“

Dass ETF-Anbieter massive Abflüsse bei Kurseinbrüchen verzeichnen werden dementiert Scharl hingegen: „Die Erfahrung zeigt, dass Anleger die hohe Liquidität von ETFs in volatilen Marktphasen besonders schätzen. Das zeigte sich auch im Aktienmarkt Anfang Februar wo teilweise ein Vielfaches des durchschnittlichen täglichen Handelsvolumens an der Börse umgesetzt wurde und dabei hohe Nettomittelzuflüsse in ETFs generiert wurden.“

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