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Wendepunkt: Warum die ETF-Tochter der Deutschen Bank hohe Zuflüsse verzeichnet

Wendepunkt: Warum die ETF-Tochter der Deutschen Bank hohe Zuflüsse verzeichnet

Zum Jahreswechsel hat die ETF-Tochter der Deutschen Bank, die db x-Trackers, nach deutlichen Abflüssen zum 4. Quartal 2016 wieder Zuflüsse verzeichnet. Die schwarzen Zahlen stellen möglicherweise eine Wende für das Unternehmen dar.

Noch vor etwa sechs Monaten lagen die Abflüsse der db x-Trackers auf Rekordniveau. Im Oktober erlitten die ETFs rund €2 Milliarden an Abflüssen, der in diesem Zeitraum höchste Negativwert der Branche. Auch der weitere Verlauf des vergangenen Jahres verzeichnete ausschließlich negative Kapitalflüsse.

Zum Januar 2017 leitete das Finanzhaus jedoch den möglichen Turnaround ein. Mit €390 Millionen Zuflüssen startete das laufende Jahr vergleichsweise gut. Mit einem etwas abflachendem Wert von Zuflüssen in Höhe von €116 Millionen, verlief auch der Februar positiv.

Einen im Branchen-Vergleich deutlich hohen Zuflusswert verzeichneten die db x-Trackers mit rund €1,3 Milliarden im Monat März. Lediglich der Konkurrent iShares übertraf dies mit €2,8 Milliarden. Das ergeben Zahlen des unabhängigen ETF-Dienstes ETFGI.

Starke Zuflüsse bei Aktien-ETFs

Die Wende bei den Mittelzuflüssen habe mehrere Gründe. „Im vergangenen Jahr waren die Zuflüsse in Aktien-ETFs ungewöhnlich schwach, vor allem bei Europäischen Aktien, in vielen Monaten gab es auch deutliche Abflüsse - das hat sich um den Jahreswechsel gedreht“, so Eric Wiegand, Head of ESG Strategy bei Deutsche AM, gegenüber Citywire Deutschland. Zudem seien auf der Renten-Seite viele Gelder aus EUR-Staatsanleihen geflossen, wo das Unternehmen seine Stärke sehe.

„In den ersten drei Monaten dieses Jahres sind schon €20 Milliarden in Aktien-ETFs geflossen, mehr als im ganzen Jahr 2016“, betont Wiegand. Da der größte Teil des verwalteten Vermögens in db x-Trackers ETFs im Aktien-Segment stecke, sei die Deutsche AM von dieser Entwicklung sowohl bei Abflüssen wie auch auf bei den Zuflüssen betroffen gewesen.

Optimierungen der ETF-Palette

Im ersten Quartal des laufenden Jahres erweiterte die Deutsche Asset Management ihre ETF-Palette um eine Auswahl an db x-Trackers Core Renten-ETFs an, die als kostengünstigere Produkte im Sinne langfristiger Kernprodukte für Portfolios fungieren sollen.

Zudem sind die Gebühren für 28 ETF-Produkte gesenkt worden, um die Marktanteile im Segment nicht aufgeben zu müssen. Derzeit führt die Deutsche AM 300 Produkte innerhalb des db-X-Trackers-Bereiches und hält etwa €70 Milliarden Asset under Management in Form dieser ETFs.

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