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Wie Berenberg als Depotbank im Umfeld von MiFID II und der Investmentsteuerreform agiert

Wie Berenberg als Depotbank im Umfeld von MiFID II und der Investmentsteuerreform agiert

Für Michael Gillessen, Leiter Vermögensverwalter Office bei Berenberg, geht die Rolle des Hauses über die bloße Dienstleistung bezüglich der Standard-Services Konto- und Depotführung, sowie den Handel hinaus.

„Die Mehrwerte, die die inzwischen 140 Vermögensverwalter, die wir bereits zu unsern Kooperationspartnern zählen, außerordentlich schätzen, sind der klare Fokus auf diese Kundengruppe und der eher unternehmensberatende Ansatz“, so Gillessen gegenüber Citywire Deutschland.

In diesem Sinne unterstütze Berenberg seine Kunden in den Bereichen Existenzgründung, Lizenzerhalt, Personalbeschaffung, Marketing- und Vertriebsunterstützung, strategische Begleitung und Nachfolgeplanung - also über die Basisdienstleistungen hinaus.

MiFID-II-Workshops

„Wir haben sehr frühzeitig in Workshops mit einer Vielzahl von Vermögensverwaltern über die Inhalte der MiFID II informiert“, betont Gillessen.

Wichtige Themen sind laut dem Berenberg-Leiter insbesondere das Research, die Kostentransparenz, das Transaktionsreporting, Bestandsprovisionen und Mitarbeiterqualifikation. „Bei der Meldung, beziehungsweise Übernahme der getätigten Börsenumsätze werden wir die Vermögensverwalter auf Wunsch unterstützen, soweit dies aufsichtsrechtlich zulässig ist“, so Gillessen.

Zudem werde der Verband unabhängiger Vermögensverwalter (VuV) seine Mitglieder in Zukunft durch Angebote der neu ins Leben gerufenen VuV Akademie bei vielen MiFID-II-Themen unterstützen.

Zeitersparnis als weitreichender Vorteil

Im Fondsgeschäft stehe Berenberg durch die Investmentsteuerreform als Verwahrstelle zahlreicher Private-Label-Fonds zwar vor größeren Herausforderungen als bei der MiFID-II-Einführung. Ein wichtiges Thema sei aber die künftig erforderliche Zielmarktdefinition für die Fonds. Diese formulieren die kooperierenden Kapitalverwaltungsgesellschaften in Abstimmung mit den Fondsinitiatoren.

 „Ansonsten sind die Themen auf der Depotbankseite durchaus beherrschbar - die IT-Aufwendungen für MiFID II und die Investmentsteuerreform sind jedoch immens“, sagt Gillessen.

Im Rahmen einer engen Zusammenarbeit von Depotbank und Vermögensverwalter könne vor allem die Zeitersparnis als entscheidender Vorteil entstehen. Dies sei für alle Beteiligten ein Mehrwert und so könne etwa die Neukundengewinnung davon profitieren.

„Als Herausforderung ist in erster Linie die stets bei Gesetzesänderungen erforderliche enge Abstimmung und genaue Definition der Aufgaben zwischen Depotbank und Vermögensverwalter beziehungsweise Verwahrstelle, Vermögensverwalter und Fondsgesellschaft zu nennen“, sagt Gillessen.

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