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Wie die VW-Krise dem Skagen Kon-Tiki-Fonds helfen könnte

Wie die VW-Krise dem Skagen Kon-Tiki-Fonds helfen könnte

Schwellenländer-Aktien, die in Verbindung mit dem Automobil-Sektor stehen, könnten durch die Volkswagen-Krise profitieren, glaubt das Management-Team des auf Schwellenländer fokussierten Skagen Kon-Tiki-Fonds.

Grund dafür sei eine durch den Emissionsskandal gewonnene Marktkapitalisierung bei nicht-Diesel-Autoherstellern und Autozulieferen, meint das Team, bestehend aus , , und Erik Landgraff.

Im Bericht des dritten Quartals der skandinavischen Fonds-Boutique heißt es, dass viele Aktien im €3,9 Milliarden großen Fonds von der Abgas-Affäre profitieren würden. Denn fast alle Autobauer, in die der Fonds investiert, haben relativ wenig Kontakt mit Diesel-Motoren.

Einzig Mahindra, ein Hersteller von SUV-Autos, müsste erhebliche Kurseinschläge durch die Folgen der Abgas-Affäre des deutschen Autobauers hinnehmen. Mit 4,8% macht die Aktie die drittgrößte Position im Fonds aus.

Beim Marktführer für Lithium-Batterien günstig aufstocken

Außerdem würden LG Chem und Samsung SDI von der VW-Krise profitieren. Diese Hersteller von Lithium-Batterien würden durch steigende Nachfragen bei Elektro- und Hybrid-Fahrzeugen verdienen. Dort gibt es noch viel Spielraum nach oben. "In Norwegen sind aktuell 29% der Autos, die verkauft werden, Hybrid- oder Elektro-Autos. Zum Vergleich: Global gesehen sind nur 3% der verkauften Autos von diesem Typ."

Samsung SDI, eine Tochter des südkoreanischen Elektro-Riesen Samsung, wird im Marktbericht hervorgehoben. Aktuell sind 0,83% des Fonds in Samsung SDI investiert. Allen voran auf kurze Sicht könnte diese Aktie ihren Gewinn deutlich steigern, glauben die Fondsmanager von Skagen.

"Man erhält einen Marktführer bei kleinen und großen Lithium-Batterien, Energiespeicher-Technologien und elektronischem Material fast geschenkt", heißt es im Marktbericht.

Außerdem habe das Kon-Tiki-Team auf den VW-Skandal mit Aufstockungen von Cosan-Aktien, einem Produzenten von Bioethanol, reagiert. Dieses Unternehmen steht in Verbindung mit alternativen Treibstoffen sowie erneuerbaren Energien. Aktuell ist das Holding 1,08% groß.

Der Skagen Kon-Tiki-Fonds verlor 15,69% in US-Dollar über die letzten drei Jahre bis Ende September 2015. Die von Citywire vergebene Benchmark, der MSCI EM (Emerging Markets) TR USD, verlor 14% im selben Zeitraum.

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