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Wie Jörg Schmidt von Union Investment künstliche Intelligenz in €29-Milliarden-Team einsetzt

Wie Jörg Schmidt von Union Investment künstliche Intelligenz in €29-Milliarden-Team einsetzt

Jörg Schmidt, Senior Portfoliomanager und Head of Manager Selection im Multi Asset Management bei Union Investment, das für €29 Milliarden in Multi Asset Fonds verantwortlich ist, denkt, dass der Einsatz von künstlicher Intelligenz im Fondsmanagement kontrolliert genutzt werden sollte und setzt auf eine Ergänzung durch Software-Tools für das aktive Management.

„Es geht darum, Mann und Maschine zu kombinieren, anstatt Mann gegen Maschine. Es ist wie ein Pendel: Wenn es zu viel in eine Richtung schwingt, dann gibt es Möglichkeiten auf der anderen Seite“, so Schmidt im Gespräch mit Citywire Selector, einer Schwesterseite von Citywire Deutschland

Um mit den Entwicklungen in der Branche Schritt zu halten, hat Schmidt Veränderungen im aktiven Management angestoßen. Schmidt und sein Team haben softwarebasierte Werkzeuge entwickelt, die einen systematischen Ansatz ermöglichen: ein maschinelles Auge auf die menschlichen Fehler.

Tools verbessern Risiko- und Rendite-Profil

„Wir haben Tools entwickelt, um uns einen Überblick von Drawdowns der Manager zu geben und wie man diese Drawdowns vermischt und so einen Einblick in die Überlappung zwischen den Managern erhält. Dies ermöglicht es uns, ähnliche Perioden der Performance zu erforschen und zu vergleichen“, erklärt Schmidt.

Schmidt managt selbst den €142 Millionen UniSelection: Global I-Fonds der weltweit in Aktien investiert und wendet bei diesem die beschriebenen Tools an.

„Wir haben diese für alle unsere Portfolios genutzt, um herauszufinden, wie man die Daten der Manager am besten mischen kann, um in den vergangenen zwei Jahren eine robuste Diversifikation, vor allem bei Drawdowns, zu erhalten. Das hat das Risiko-/ Rendite-Profil unseres Multi-Manager-Programms massiv verbessert“, erklärt Schmidt.

Qualitative Analyse ist unersetzbar

Er sagt, dass wenn man das Wissen und die Erfahrung der Manager mit der neuen Technologie verbindet, es zu ständigen Verbesserung bei der Portfoliosteuerung kommen würde. 

„Ich bin überzeugt, dass ein Management allein durch künstliche Intelligenz langfristig niedrigere Renditen einfährt, denn ich kann mir nicht vorstellen, wie die qualitative Analyse auf der Grundlage mehrerer Interviews mit Managern durch einen Algorithmus erfolgen könnte“, so Schmidt kritisch.

Der komplette Beitrag erschien erstmals im Citywire Selector Magazin vom Juli/August.

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