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Wie Nordeas Milliarden-Team auf Wertverluste des Stable Return-Fonds reagiert

Wie Nordeas Milliarden-Team auf Wertverluste des Stable Return-Fonds reagiert

Das Team von Asbjørn Trolle Hansen, Leiter des Asset Allocation Teams beim schwedischen Finanzunternehmen Nordea, hat nach den ungewöhnlichen Wertverlusten seines Blockbuster-Fonds Stable Return verschiedene kleinere Veränderungen im Portfolio vorgenommen. Das erklärte Hansen (auf dem Foto links) im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Wie ungewöhnlich die jüngste Schwäche für den auf Werterhalt ausgelegten Stable Return-Fonds ist, zeigt ein historischer Rückblick: Von März 2009 bis März 2015 erzielte der Fonds in 21 von 24 Quartalen eine positive Wertsteigerung – eine hervorragende Quote. Doch seitdem brachten von den sieben vergangenen Quartalen bis Dezember 2016 vier eine negative Performance – im vierten Quartal 2016 verlor der Fonds sogar 2,7%.

Verlustbringer ausgebaut

„Für uns brachte das letzte Quartal mit dem Wertverlust von 2,7% keine grundsätzliche Verunsicherung“, erklärt Hansen jedoch selbstbewusst. „Wenn überhaupt, haben wir unsere jüngsten Verlustbringer ausgebaut.“ So erhöhte er im Verlauf des vierten Quartals die Allokation in die von seinem Team viel genutzten und als stabil eingeschätzten Aktien aufgrund attraktiver Bewertungen um 3%. 

Aktuell sind unter den vier größten Unternehmen im Portfolio neben der US-Telekommunikations-Firma Verizon Communications die drei amerikanischen Gesundheits- und Pharmafirmen Johnson & Johnson, CVS Health und Walgreens Boots Alliance.

Anleihen laufen jetzt länger

Auch darüber hinaus haben Hansen und sein Team weitere kleinere Veränderungen vorgenommen. Im vergangenen Juni, kurz vor der Brexit-Abstimmung in Großbritannien, hatten sie bei Anleihen die bis dato kürzeste durchschnittliche Laufzeit ihres Fonds von rund einem Jahr. Da seitdem die Zinsen gestiegen sind, haben sie die durchschnittliche Laufzeit auf zwei Jahre verdoppelt. „Wenn die Zinsen jetzt weiter steigen, werden wir auch die Laufzeit weiter nach oben anpassen“, erklärt Hansen.

Bei Währungen setzen Hansen und sein Team nun vor allem auf Long-Positionierungen bei Schwedischen Kronen und Japanischen Yen, die sie als unterbewertet einschätzen. Zugleich ergänzen sie dieses Positionen durch Shorts auf Rohstoffwährungen wie den Neuseeländischen und Australischen Dollar.


Dieser Artikel ist eine Vorab-Veröffentlichung eines Porträts über Hansen aus der Februar-Ausgabe des Magazins von Citywire Deutschland. Darin lesen Sie zudem, wie Hansen nach seinem Studium und Promotion in Aarhus, Bonn und London zum erfolgreichen Star-Manager aufstieg, wie er mit seinen beiden Co-Fondsmanagern Kurt Kongsted und und seinem früheren Studien-Kollegen Claus Vorm zusammenarbeitet und wie er aktuell sein Asset Allocation Team für die Zukunft aufstellt. Mehr über das Magazin erfahren Sie hier

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