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A-Manager von M&G warnt vor schwächelndem Tech-Sektor

A-Manager von M&G warnt vor schwächelndem Tech-Sektor

Aufgrund der Schwäche der US-Technologieaktien lagen Value-Titel in den vergangenen Wochen an der US-Börse klar vorn. Dieser Wechsel zu Substanzwerten könnte laut Daniel White, Fondsmanager bei M&G Investments, anhalten. Er untergewichtet den Tech-Sektor aktuell um fast neun Prozentpunkte zum S&P 500.

„Die Fundamentaldaten der US-Unternehmen zeigen sich zwar in solider Verfassung, aber es kommen allmählich Sorgen auf: Die Finanzierungskosten steigen, die Inflation zieht an, und die Gefahr eines globalen Handelskrieges ist immer noch nicht vom Tisch“, so White, der den M&G North American Value Fund verwaltet und aktuell mit einem Citywire-Rating von A bewertet ist. 

Alarmierend sei zudem, dass mit Netflix, Twitter und Facebook gleich drei große US-Tech-Namen ihre Gewinnziele verfehlt haben. Der massive Kurssturz der Facebook-Aktie Ende Juli löste eine Massenflucht der Anleger aus dem Tech-Sektor aus. „Das hat wieder einmal gezeigt, wie riskant es ist, nur auf einige wenige große Markennamen zu setzen“, so der Fondsmanager.

White untergewichtet in seinem €726 Millionen schweren Fonds Informationstechnologie mit 8,8 Prozentpunkten. In dem Sektor ist er mit 16,8% im Vergleich zum S&P 500 mit 25,6% investiert (Stand: 31. Juli 2018). Unter seinen Top-Ten-Positionen findet sich nur Alphabet mit 2,1%, das wiederum untergewichtet ist, obwohl die US-Aktiengewinne dieses Jahres fast ausschließlich auf die Rallye dieser fünf Titel zurückgehen.

FAANG-Aktien: Facebook mit Problemen

Facebook-Aktien seien zum Beispiel nicht aufgrund eines Datenschutzskandals abgestoßen wurden, sondern wegen der schlechten Aussichten für Wachstum, Nutzerzahlen und Gewinnmargen, denn diese liessen sich nicht unendlich fortschreiben, und hohe Bewertungen machten Unternehmen verwundbar. Allmählich trenne sich im Tech-Sektor die Spreu vom Weizen – Microsoft habe zum Beispiel weiter sehr gute Ergebnisse verzeichnet.

„Seit dem Facebook-Sturz ist die Sorge wieder da, dass wir eine Wiederholung des dot.com-Desasters aus den Neunzigern erleben könnten“, resümiert White. Der aktuelle Technologie-Boom sei allerdings anders als vor zwanzig Jahren: Die Unternehmen lieferten stabile Erträgen mit überwiegend soliden Geschäftsmodellen.

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