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AllianzGI Fondsmanager: Tabakunternehmen zahlen zuverlässige Dividenden

AllianzGI Fondsmanager: Tabakunternehmen zahlen zuverlässige Dividenden

Jörg de Vries-Hippen, Fondsmanager bei Global Allianz Investors, orientiert sich in seinem Portfolio an der Dividendenrendite der Unternehmen. In manchen Sektoren, zum Beispiel in der Tabakbranche, sorgen die Regulierungen der Unternehmen für zuverlässige Dividenden.

„Unternehmen, die durch die engen Grenzen in denen sie von Seiten der Regulierung her operieren und damit kaum noch Möglichkeiten haben ihre Cash Flows in Wachstum zu investieren, sind äußerst zuverlässige Dividendenzahlern,“ so der Fondsmanager im Gespräch mit Citywire Deutschland.

So gehört British American Tobacco Plc mit 3,32% zu den Top 10 Positionen in dem Allianz European Equity Dividend Fonds, den Jörg de Vries-Hippen managt.

„British American Tobacco und Imperial Tobacco sind bereits seit längerem mit deutlicher Gewichtung im Portfolio. Ich sehe hier sehr gute Chancen, da diese Unternehmen in einem oligopolistischen Markt agieren,“ so de Vries-Hippen, der seit 1992 bei Allianz Global Investors tätig ist.

Ähnlicher Erfolg bei den Bierbrauern

Auch in der Bierbrauerbranche gibt es Chancen gute Firmen zu finden, die aufgrund eines engen Regulierungsumfeldes solide Dividenden zahlen können.

„Die Bierbrauer bewegen sich in eine ähnliche Richtung. Maßgeblich hierfür ist auch die strukturelle und operative Entwicklung, die in der Branche in den letzten Jahren stattgefunden hat,“ so der Fondsmanager.

Höchstgrenzen für einzelne Sektoren gibt es abgesehen von den investmentrechtlichen Vorgaben und dem, was von der Risikobetrachtung her kein Sinn macht, in seinem Portfolio nicht. Es gehe hier viel mehr um die Analyse von Unternehmen, die zwangsläufig gute Dividenden zahlen können:

„Wenn ich mich nach guten Unternehmen umschaue, in die es sich lohnt zu investieren, dann achte ich auf zwei Dinge: das Geschäftsmodell, welches solide sein muss und vor allem nachhaltige Cashflows generieren kann, und natürlich auf das Management, das hinter der Dividendenpolitik des Unternehmens steht und deren Nachhaltigkeit fest im Blick hat,“ so de Vries-Hippen.

Generell ist der Fonds am meisten im Finanzsektor (26,7%) und im Energiesektor (15,4%) investiert. Gerade im Finanzbereich sieht der Fondsmanager sehr gute Möglichkeiten bei der Schwedischen Bank Nordea, die auch unter strengen Anforderungen agiert und ein konstant hohes Eigenkapital auf regulatorischen Bedingungen vorweisen muss. Das höchste länderbasierte Exposure hat der Fonds in Großbritannien mit 38,3%, gefolgt von Frankreich mit 13,4%.

Der Allianz European Equity Dividend konnte über drei Jahre bis Ende Juni 2014 einen Gesamtertrag von 43,5% erzielen. Seine Benchmark, der FTSE World TR EUR, stieg um 36,99% über den gleichen Zeitraum. 

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