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Bank für Kirche und Caritas AM kontert Michael Hasenstab mit Übergewicht in Osteuropa

Bank für Kirche und Caritas AM kontert Michael Hasenstab mit Übergewicht in Osteuropa

Die Bank für Kirche und Caritas Asset Management (BKC AM) kontert den Aussagen von Milliardenmanager Michael Hasenstab und setzt auf eine größere Gewichtung von Osteuropa-Anleihen - in lokaler und harter Währung.

„Wir sind mit dem BKC EM Rentenfonds sowohl in Ungarn, Polen wie auch in Tschechien in Hart- als auch in Lokalwährung mit hoher Überzeugung investiert. Unser Exposure in Euro stellt eher eine Halteposition da, während die Anleihen in Lokalwährungen nach der jüngsten Abwertung sehr interessant sind“, sagt Bernhard Matthes, Bereichsleiter Portfoliomanagement bei der BKC Asset Management und verantwortlich für den BKC EM Rentenfonds, im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Aus Angst vor dem politischen Klima in Europa, hat Hasenstab in seinen größten Fonds schrittweise das Anleihe-Exposure in ‚Emerging Europe‘ zurückgeschraubt. Hasenstab habe in den vergangenen 18 Monaten die auf US-Dollar lautenden ukrainischen Schuld-Anleihen, sowie serbische und polnische Anleihen in lokaler Währung in seinen Portfolien entfernt. Demnach allokieren weder der $18,3 Milliarden große Templeton Global Total Return, noch der $15 Milliarden große Templeton Global Bond in Zentral- und Ost-Europa. Das Exposure liegt bei null.

BKC AM zeigt sich im Gegensatz dazu optimistisch und allokiert rund 18% des BKC Emerging Markets Rentenfonds in Osteuropa. Davon enfallen 5,4% auf Polen, 2,3% auf Ungarn und 2,2% auf Tschechien. Durch die positiven Realzinsen in Polen sieht Matthes den Zloty mit Aufwertungspotenzial gegenüber dem Euro. „Für Ungarn sehen wir die Sache etwas differenzierter. Die aggressive Notenbankpolitik ist nicht unbedingt hilfreich, - der positiven Leistungsbilanz stehen dazu eine recht hohe Auslands- und Gesamtverschuldung gegenüber.“

Zwar leiden die Währungen Ungarns, Polens und Tschechiens derzeit unter der allgemeinen Risikoaversion im Schwellenländer-Sortiment sowie unter den politischen Risiken der Eurozone. Allerdings sieht Matthes vor allem letzteres nicht unbedingt als gerechtfertigt und nachvollziehbar an.

„Natürlich sind Fragen der Rechtsstaatlichkeit in Polen und Ungarn auf der Agenda, sie bedürfen aber einer differenzierten Betrachtung als die oft vorschnellen Urteile der Medien in Deutschland suggerieren. Spricht man zum Beispiel mit Menschen in Polen, ist die Wahrnehmung zu vielen innenpolitischen Entwicklungen oft eine andere als die Bewertungen und Beurteilungen in westlichen Medien vermuten lassen“, so Matthes.

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