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Christian Funke: „DAX bis Jahresende über 12.000 Punkte möglich“

Christian Funke: „DAX bis Jahresende über 12.000 Punkte möglich“

Während der DAX den zweiten Tag in Folge die Marke von 10.800 Punkten und damit einen Jahreshöchststand erreichte, sieht der Frankfurter Fondsmanager Christian Funke den Einfluss verschiedener positiver Faktoren hinter dem Anstieg und rechnet mit einem weiteren deutlichen Zuwachs bis Ende Dezember. „Da ist sogar möglich, dass er bis Silvester noch über 12.000 Punkte geht“, sagt Funke im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Wenn man beachte, dass der DAX das Jahr 2015 bei rund 10.800 Punkten abschlossen hatte und die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland seitdem positiv verlief, hätten deutsche Aktienwerte noch einiges Potential nach oben.

„Nehmen wir ein normales Aktienjahr mit Zuwächsen von 8% als Basis“, rechnet der Fondsmanager von Source For Alpha vor, „dann sind wir bis Jahresende schon bei fast 11.700 Punkten.“ Zudem verliefen solche Rallyes oft in Sprüngen, sodass der DAX dann auch die 12.000 Punkte übertreffen könnte.

Hillary und Mario bringen neuen Schwung

Aus drei Gründen könnte deutsche Unternehmen dieses Potential jetzt auch ausschöpfen. Zum einen hatte EZB-Präsident Mario Draghi am vergangenen Donnerstag erklärt, „Ich denke, ein abruptes Ende der Anleihekäufe ist unwahrscheinlich.“

Damit signalisierte er, dass die EZB ihre lockere Geldpolitik voraussichtlich über März 2017 hinaus verlängern werde. „Das wird Draghi auf jeden Fall so lange fortführen, bis eine nachhaltige Korrektur der Inflationsentwicklung erkennbar ist, die mit dem Inflationsziel der EZB von 2% im Einklang steht“, erwartet Funke.

Eine zweite Erklärung für die aktuelle Dynamik im DAX sieht der Fondsmanager in Parallelen der derzeitigen europäischen Situation mit der Lage in den USA im Frühling 2013 gegen Ende der sogenannten QE3-Phase. „Damals hatte der US-Aktienmarkt eine der besten Phasen der letzten Jahre, und wir können in Europa ähnliche erste Anzeichen dafür erkennen wie etwa das positiv zu sehende Anziehen der ersten Inflationszahlen.“

Am wichtigsten ist für Funke jedoch die abnehmende Unsicherheit, die bislang von der US-Präsidentschaftswahl ausgegangen war. „Inzwischen rechnen die Märkte wieder eindeutig mit einem Sieg von Hillary Clinton und damit einem kurzfristig freundlicheren Klima für den Aktienmarkt.“

Defensiv in die dynamische Phase

Um von dieser Dynamik zu profitieren, rät Funke Anlegern dennoch vorsichtiges Vorgehen: „Wir raten unseren Anlegern nicht einfach in den Gesamtmarkt zu investieren, sondern eher defensive Aktien zu bevorzugen“, sagt Funke. „Diese weisen langfristig eine ähnlich gute Wertentwicklung wie der Gesamtmarkt auf, erreichen dies aber bei einem deutlich geringeren Risiko.“

Funke selbst hält in seinem S4A Pure Equity Germany-Fonds den Düsseldorfer Konsumgüter-Hersteller Henkel zu 3% und den Hamburger Konzern Beiersdorf mit 2,3%.

Mit dieser Strategie war Funke zuletzt durchaus erfolgreich. So erzielte er über die vergangenen zwölf Monate bis Ende September im Sektor deutsche Aktien einen Wertzuwachs von 12,3%. Damit lag er deutlich über dem Sektordurchschnitt von 6,5% und unter den 47 Fondsmanagern in dem Sektor auf dem zehnten Platz.

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