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Christian Funke sichert US-Fonds gegen politische Unruhen ab

Christian Funke sichert US-Fonds gegen politische Unruhen ab

In einem unsicheren Umfeld bei den weltweiten Aktienmärkten und aufgrund von politischen Unruhen setzt der Frankfurter Fondsmanager Christian Funke auf defensive Sektoren in seinem US-Fonds - und hat vor allem die Rüstungsindustrie im Fokus.

„Wir investieren momentan gerne in den US-Rüstungssektor, beispielsweise in Firmen wie Raytheon oder Northrop Grumman“, sagt Funke im Gespräch mit Citywire Deutschland. Rüstungsaktien seien defensiv und stabil, indem sie sich unabhängig vom Wirtschaftswachstum entwickeln. Sollten die Aktienmärkte durch mögliche politische Auseinandersetzungen unter Druck geraten, würden diese Aktien profitieren und das Portfolio damit gegen globale Unruhen absichern.

Raytheon, Hersteller des Flugabwehrsystems Patriot und anderer Raketen, Torpedos und Marschflugkörper, produziert Radar-Systeme für fast jedes Kampfflugzeug der US Air Force, und ist im S4A US Long R-Fonds mit 4,54% derzeit die größte Position des Fonds.

Die zweitgrößte Position macht mit 4,48% Northrop Grumman aus. Das Unternehmen produziert hauptsächlich Rüstungstechnik für die Schiff-, Luft- und Raumfahrt sowie Informationstechnologie. Über 80% des 2014 erreichten Umsatzes wurden laut Medienberichten durch Käufe der US-Regierung erzielt.

Trump oder Clinton? Für den Aktienmarkt fast egal

Generell zeigt sich Funke optimistisch gestimmt gegenüber US-Aktien. „Die Zinserhöhung der Fed hat keine Spuren hinterlassen und weitere Zinsschritte sind für das laufende Jahr nicht zu erwarten. Zudem entwickelt sich die Wirtschaft in den USA stabil und zeigt sich robust und die USA sind nicht auf QE-Maßnahmen angewiesen“, so der Fondsmanager.

Außerdem sei der US-Dollar bei jeglichen Problemen und Krisen auf der Welt immer ein Fluchtziel für Investoren. „Aus diesen Gründen raten wir zu einem Übergewicht bei US-Aktien“, fasst Funke zusammen.

Dieses Übergewicht werde auch nicht durch die im November stattfindende US-Präsidentschaftswahl beeinflusst. „Der Markt und die Allgemeinheit hoffen auf eine gemäßigte US-Präsidentschaft. Dies würde Hillary Clinton darstellen. Allerdings glaube ich, dass das Auftreten und die Aussagen von Donald Trump wahltechnisch gewählt sind“, so Funke.

Sollte Trump tatsächlich die US-Präsidentschaftswahl gewinnen, würde er seiner Meinung nach gemäßigter agieren und auftreten, als im Wahlkampf. Der Wahlausgang werde dabei voraussichtlich keinen großen Einfluss auf den Aktienmarkt haben. „Ich denke nicht, dass es eine Aktien-Baisse geben wird. Egal, wer das Amt des US-Präsidenten ab Januar 2017 übernehmen wird.“

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