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Darum setzt M&Gs Infrastruktur-Fonds verstärkt auf Versorger und Energie

Darum setzt M&Gs Infrastruktur-Fonds verstärkt auf Versorger und Energie

Alex Araujo, Fondsmanager des M&G Global Listed Infrstructure Fund, setzt in seinem globalen Aktienfonds insbesondere auf „ökonomische“ Infrastruktur und hat diesen Bereich jüngst ausgebaut, als die Gelegenheit aufgrund der Marktvolatilität günstig war, insbesondere bei Versorgungsunternehmen und der Energieinfrastruktur.

„Im Vergleich zu anderen Strategien engagieren wir uns beispielsweise deutlich stärker in sozialen und sich entwickelnden Infrastrukturunternehmen sowie in Nordamerika“, so Araujo während der M&G Jaheskonferenz in Frankfurt am Main.

So sei laut Araujo eine wichtige Unterscheidung im Bereich Infrastruktur, die Unterteilung in die Sub-Kategorien „ökonomisch“ (Elektrizität, Wasser, Pipelines, Transport), „sozial“ (Krankenhäsuer, Bildungseinrichtungen, Regierung) und „Entwicklung“ (Datenzentren, Payments, Energie). Erstere verzeichnen ein gesundes Dividendenwachstum, wenn die Wirtschaft wächst. Zweitere moderates, aber gleichbleibendes Dividendenwachstum und letztere schnell ansteigende Dividenden.

Den Bereich „ökonomisch“ platziert Araujo wir mit 65-75% im Fonds, „sozial“ mit 10-20% und ‚Entwicklung‘ mit 15-20%. Diese Aufteilung diene der Risikosteuerung und liefert entsprechende Performanceziele.

Umweltschutz spielt eine entscheidende Rolle

Zudem unterscheidet Araujo Infrastruktur-Investments insbesondere mit Hilfe von zwei Kategorien: Greenfield Investment Opportunities und Brownfield Investment Opportunities.

„Erstere sind Projekte, die neu ins Leben gerufen werden, wie beispielsweise der neue Flughafen Berlin. Brownfield-Projekte sind bereits bestehende Infrastrukturen, die in die Jahre gekommen sind und erneuert werden – diese Projekte bevorzugen wir“, betont der Fondsmanager. Rund 80 bis 90% der Unternehmen, in die der Fonds investiert, umfassen solche Brownfield-Projekte.

„Greenfield-Opportunitäten sind vergleichsweise anfälliger für politische, ökologische und lokale Genehmigungsverfahren“, erklärt Araujo.

Eine relevante Einflussgröße sei im Bereich der Infrastruktur-Investments der Umweltschutz – dieser Einfluss stelle gleichzeitig auch eines der wichtigsten Risiken dar. „Jedoch ist der Einfluss je Branche unterschiedlich - Flughafen und Häfen sind davon stärker betroffen und hinzu kommt auch hier der politische Einfluss.“

Sehr viele Infrastruktur-Projekte und Unternehmen findet das Team innerhalb des Sektors Utilities. Aktuell investiert der Fonds mit rund 32,8% in diesem Sektor. Etwa 19,5% der Investments fallen in den Sektor Transport, 13,6% in den Energiesektor und 11,3% in den Bereich Kommunikation.

„Mehr als die Hälfte, 52,4% der Fonds-Investments, finden wir in Nordamerika. Das Problem mit Schwellenländern ist, dass es schwierig ist, dort gute Unternehmen zu finden, die eine verlässliche Dividende zahlen“, gibt Araujo zu bedenken.

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