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Die letzte gute Phase? DJE Kapital fährt fast maximale Aktienquote in Flaggschiff-Fonds

Die letzte gute Phase? DJE Kapital fährt fast maximale Aktienquote in Flaggschiff-Fonds

Der Münchner Vermögensverwalter DJE Kapital fährt in seinen beiden Flaggschiff-Fonds DJE Dividende & Substanz sowie DJE Zins & Dividende eine nahezu maximal mögliche Aktienquote. 

Zwar wurde im Februar die Aktienquote zwischenzeitlich etwas abgebaut und Risiko aus den Portfolios genommen. „Damals waren die Situation und die Ausgangslage unsicher. Vor allem die Frage wohin die Zinsen, insbesondere bei US-Treasuries gehen können, hat uns damals beschäftigt. Anfang April haben wir uns aber dazu entschlossen, wieder stärker zu investieren und unsere Aktienquote aufzustocken“, sagt Jan Ehrhardt im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Der Dividende & Substanz hat derzeit eine Aktienquote von 95% (bis zu 100% möglich). Der defensivere Zins & Dividende hält 47% Aktien (bis zu 50% möglich).

„Generell befinden wir uns allerdings in der Spätphase des Aufschwungs. Allen voran die Liquidität wird in den Märkten mittelfristig schwinden und für fallende Aktienkurse sorgen. Dennoch erleben wir im laufenden Jahr noch eine durchaus konstruktive Phase für Aktien. Die Kurse werden steigen aber das könnte auch die letzte gute Phase für eine längere Zeit werden“, sagt Ehrhardt, der aktuell bei Citywire mit einem Rating von + ausgezeichnet ist.

Nicht zu früh auf defensive Sektoren umschichten

Investoren sollten deswegen aktuell nicht aus den Aktienmärkten aussteigen, sondern weiter stark positioniert sein. Allerdings müssen Investoren auch vorsichtiger werden. „Man darf allerdings auch nicht den Fehler machen und zu früh auf defensive Sektoren umschichten, weil man sonst eine starke Performance in diesem vermutlich guten Börsenjahr in den nächsten Jahren verpassen würde.“

Übergewichtet sind die Flaggschiff-Fonds in Europa. Das ist zum einen historisch als DJE Kapital bedingt, aber auch der Bewertungsabschlag in Europa ist im Vergleich zu den USA historisch groß. „Im historischen Durchschnitt ist Deutschland in Bezug auf das Kurs/Buchwert-Verhältnis rund 50% günstiger als die USA. Derzeit ist Deutschland allerdings rund 70% günstiger bewertet“, erklärt Ehrhardt.

Ein zukünftig wieder interessanter Sektor könnten die Consumer Staples werden. Diese sind bei DJE seit Mitte 2016 untergewichtet. „Noch haben wir dort unsere Positionen nicht aufgestockt, denn lange Zeit haben diese klassisch defensiven Werte gelitten. Wenn die Konjunktur allerdings weiter abschwächt und diese Werte weiterhin günstiger werden, rückt die Branche in den Fokus der Anleger.“

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