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DJEs Worbach: Zwei Dachfonds komplett in Cash investiert

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DJEs Worbach: Zwei Dachfonds komplett in Cash investiert

Seit August hat Dachfondsmanager Marc Worbach Probleme, mit den von ihm verwalteten trendfolgenden Strategien in den Markt zu kommen. Der Grund: Die Märkte zeigen nur kurzfristige Trends auf.

Gemäß eines entstandenen Verkaufssignals hat Worbach Ende August das komplette Portfolio vom Patriarch Select Chance- und Patriarch Classic Trend 200-Fonds verkauft.

Seitdem bestehen die Portfolios aus Geldmarktfonds und Cash, da die Trends am Markt für einen Wiedereinstieg nicht auszureichend sind.

„Es ist die Technik, die bestimmt, wann wir kaufen oder verkaufen können – unabhängig davon, wie unsere subjektive menschliche Timingmeinung zum Markt wäre“, erklärt Worbach das technische Trendmodell, mit dem die Portfolios entsprechend verwaltet werden, im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Fällt der Tageskurs unter das technische Trendfolgemodell der 200-Tage-Linie – unter Beachtung einer dreiprozentigen Toleranz – wird sofort das komplette Portfolio verkauft und das Kapital in klassische Geldmarktfonds oder Cash umgeschichtet.

Notenpolitik stört langfristige Trends

Schuld für diese angestiegene Volatilität sieht Worbach bei den Notenbanken: Die Unsicherheit weiterer Maßnahmen sorgte immer wieder für Unruhe an den Kapitalmärkten.

„Wir sehen, dass die Märkte zunehmend auf die Geldpolitik der Bank of Japan, EZB und Fed reagieren. In den vergangenen vier Jahren waren die Märkte nicht so volatil wie sie es jetzt sind.“

Vergangene Woche lieferte die Europäische Zentralbank (EZB) unter Präsident Mario Draghi eine weitere Lockerung der Geldpolitik ab, die den Markt jedoch enttäuschte. Ein Kursrutsch an den europäischen Aktienmärkten und eine steile Euro-Aufwertung waren die Folgen.

„Vor der EZB-Sitzung vergangener Woche waren wir im Patriarch Classic Trend 200 nur zu 0,67% vom Wiedereinstieg entfernt. Aufgrund des Kursrutsches nach der Sitzung ist es jetzt wieder unwahrscheinlicher geworden, dass wir bis Jahresende wieder in die Märkte einsteigen können“, erklärt Worbach.

Wenn sich Cash bezahlt macht

Trendfolgende Modelle hatten insbesondere im Jahr 2008 ihren Vorteil als defensive Strategien gezeigt – wird eine Untergrenze des gesetzten Zielkurses erreicht, werden Positionen komplett und automatisch verkauft. Auch wenn Worbach erhofft hatte, dass die Strategien bis Ende November wieder investiert waren, habe die Desinvestition dieses Mal den Kunden vor dem Kursrutsch gerettet.

„Im Nachhinein war es gut, dass wir nicht eingestiegen sind, sonst hätte der Kunde den Kursrutsch am Donnerstag voll miterlebt“, so Worbach.

In den anderen vermögensverwaltenden Dachfonds von Worbach liegt die Aktienquote seit zwölf Monaten am Maximum.

„Langfristig sehen wir schon, dass die Aktie alternativlos ist. Solange die Notenbanken den Markt mit Liquidität versorgen, sollten die Aktienmärkte immer wieder unterstützt werden. Beim Rentenmarkt sehen wir dagegen keinen Risikopuffer mehr.“

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