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'Echtes' Quantative Easing auch in Europa möglich, sagt Dr. Funke von S4A

'Echtes' Quantative Easing auch in Europa möglich, sagt Dr. Funke von S4A

Der DAX gewann letzte Woche an Momentum und konnte ein Plus von 1,5% verzeichnen, auch die 9000 Punkte-Marke war wieder in Sicht. Jedoch gab heute das ifo-Institut seine neuesten Zahlen zum Geschäftsklimaindex bekannt und setzte damit den Aktienmarkt erneut unter Druck.

Hinsichtlich der Positionierung am Markt hänge nun sehr viel von den Zentralbanken ab, sagt Dr. Christian Funke, der unter anderem den S4A Pure Equity Germany Fonds co-managt.

„Was die Positionierung im Markt angeht, hängt nun viel von den Zentralbanken ab – und zwar sowohl von der amerikanischen Fed als auch insbesondere von der EZB,“ so Dr. Funke im Gespräch mit Citywire Deutschland.

„Es spricht inzwischen immer mehr dafür, dass wir auch in Europa ein ‚echtes‘ Quantitative Easing mit Staatsanleihenkäufen bekommen könnten, um der Politik Luft für weitere Reformen zu geben.“

In den Konsumausgaben des deutschen Verbrauchers konnte man zwar einen deutlichen Anstieg verzeichnen, so Dr. Funke im letzten Interview mit Citywire Deutschland, doch man müsse im öffentlichen Bereich auch flexibler werden und möglicherweise ein Investitionsprogramm auflegen.

„Auch die deutsche Politik muss sich angesichts der jüngsten Zahlen endlich mit der Frage beschäftigen, ob es wirklich so sinnvoll ist, stur am Ziel eines ausgeglichenen Haushalts 2015 festzuhalten. Ich würde mir hier eine deutlich größere gedankliche Flexibilität und weniger Dogmatismus wünschen,“ so der Portfoliomanager.

Sechster Rückgang in Folge

Mit dem sechsten Rückgang des Ifo-Indexes in Folge ist die Rede von einer Abwärtsspirale.

„Mit dem sechsten Rückgang des Ifo-Geschäftsklimaindex befinden wir uns in Deutschland in einer Abwärtsspirale was wirtschaftliche Stimmung angeht. Die Konjunkturprognosen müssen also weiter nach unten korrigiert werden,“ so der Portfoliomanager.

Gerade im verarbeitenden Gewerbe ist ein schlechteres Geschäftsklima zu beobachten. Aus der Pressemitteilung des ifo-Instituts geht hervor, dass der Index auf 103,2 Punkte sank. Im Vormonat waren es noch 104,7 Punkte. Auch die Erwartungen verschlechterten sich weiter:

„Die Kapazitätsauslastung ist um 0,3 Punkte auf 83,7 Prozent gefallen. Nur im Auslandsgeschäft keimte leichte Zuversicht auf,“ so das ifo-Institut in der Pressemeldung.

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