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Frankfurter Boutique warnt vor sieben Risiken für 2019

Diese sieben Risiken sollten Anleger laut der Frankfurter Boutique QC Partners für 2019 im Blick haben. Dies ist kein offizieller Marktausblick und die Thesen bewegen sich außerhalb des Radars üblicher Jahresprognosen.

Erstes Risiko: Schuldenblase in China kollabiert

Wahrscheinlichkeit: 40%

„Sinkende Immobilienpreise führen zu einem zusätzlichen Anstieg der bereits erhöhten Kreditausfallraten, sowohl bei privaten Haushalten als auch bei Immobilienentwicklern. Das chinesische Finanzsystem aus Banken und Schattenbanken kollabiert. Schnell sind Ansteckungseffekte auf das globale Finanzsystem zu beobachten. Der private Konsum bricht ein. Die Regierung versucht, die heimische Wirtschaft durch ein kreditfinanziertes staatliches Ausgabenprogramm zu stützen. Dies kann eine Rezession in China nicht verhindern. Durch den gleichzeitigen Einbruch chinesischer Importe beginnt ein Quartal später eine globale Rezession. Die lokalen chinesischen Aktienindizes brechen um weitere 40% ein, in den westlichen Industrienationen liegen die Abschläge bei 25%.“

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Erstes Risiko: Schuldenblase in China kollabiert

Wahrscheinlichkeit: 40%

„Sinkende Immobilienpreise führen zu einem zusätzlichen Anstieg der bereits erhöhten Kreditausfallraten, sowohl bei privaten Haushalten als auch bei Immobilienentwicklern. Das chinesische Finanzsystem aus Banken und Schattenbanken kollabiert. Schnell sind Ansteckungseffekte auf das globale Finanzsystem zu beobachten. Der private Konsum bricht ein. Die Regierung versucht, die heimische Wirtschaft durch ein kreditfinanziertes staatliches Ausgabenprogramm zu stützen. Dies kann eine Rezession in China nicht verhindern. Durch den gleichzeitigen Einbruch chinesischer Importe beginnt ein Quartal später eine globale Rezession. Die lokalen chinesischen Aktienindizes brechen um weitere 40% ein, in den westlichen Industrienationen liegen die Abschläge bei 25%.“

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Zweites Risiko: Italienischer Euro-Exit

Wahrscheinlichkeit: 35%

„Nachdem Italien moderate Zugeständnisse im Haushalt gemacht hat, hält das Land sich 2019 exakt an die geplanten Ausgaben. Aufgrund der schwachen Konjunktur brechen jedoch die Einnahmen weg, das Defizit steigt massiv an. Rom finanziert das Defizit über zusätzliche Emissionen - die Börsen misstrauen Italien jedoch: Der Spread zwischen Italien und Deutschland steigt auf 600 Basispunkte an (höchster Stand seit Euroeinführung). An diesem Punkt geht Italien dazu über, zunächst Firmen sowie später auch Staatsbedienstete und Rentner in Schuldscheinen zu bezahlen. Am Graumarkt werten die Schuldscheine schnell um 50% zum Euro ab. Italien steigt aus dem Euro aus, die Schuldscheine dienen als Basis einer Lira nuova, Italiens neuer Währung. Italiens Leitindex FTSEMIB verliert 40% an Wert, die übrigen Euro-Indizes fallen um 30%.“

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Drittes Risiko: Indien Ausgangspunkt einer neuen Währungskrise

Wahrscheinlichkeit: 30%

„Mit dem schwächeren globalen Wirtschaftswachstum weitet sich das Außenhandelsdefizit Indiens dramatisch aus. Für einen Euro werden erstmals 100 Rupien gezahlt. Die Konjunktur kommt zum Erliegen, die Arbeitslosenquote steigt. Ansteckungseffekte auf weitere Schwellenländer-Währungen lassen nicht lange auf sich warten. Vor allem die indonesische Rupiah, die türkische Lira und der argentinische Peso kommen massiv unter Druck. Die lokalen Aktienindizes verlieren jeweils 50%.“

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Viertes Risiko: Japanische Notenbank handlungsunfähig

Wahrscheinlichkeit: 25%

„Auch die japanische Wirtschaft kann sich dem schwächeren globalen Wachstum nicht entziehen. Alle, die auf eine erneute Unterstützung durch die Bank of Japan gehofft haben, werden enttäuscht. Die japanische Zentralbank kündigt an, ihr Bilanzvolumen nicht über die Schwelle von 100% des Bruttoinlandsprodukts ausweiten zu wollen (zum Vergleich: EZB 40%, Fed 20%). Die Zinsen für 10-jährige japanische Anleihen steigen erstmals seit 2015 auf 0,5%. Der Yen steigt erstmals seit 2012 auf 100 Yen pro Euro. Mit höheren Finanzierungskosten und erheblichen Exporteinbußen brechen die Gewinne der japanischen Unternehmen ein. Der Nikkei 225 verliert 30% an Wert.“

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Fünftes Risiko: Großbritannien größter Profiteur der Europawahl

Wahrscheinlichkeit: 20%

„Das neu gewählte Europaparlament rückt nach rechts. Populisten gewinnen in allen Eurostaaten massiv Stimmen. Dies führt zu einer zunehmenden internationalen Skepsis gegenüber der EU. Internationale Anleger schichten ihre Europa-Anlagen nach Großbritannien um, Firmen verlegen ihre Europazentralen zurück in das Vereinigte Königreich. Großbritannien erlebt unmittelbar nach dem Brexit einen wahren Boom. Während die Wirtschaft in Großbritannien floriert und der FTSE 100 deutlich steigt, stürzt der Euro zum US-Dollar unter den Paritätswert von 1. Aktienindizes wie der DAX verlieren im Jahresverlauf 20% beziehungsweise 2.200 Punkte.“

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Sechstes Risiko: Schweiz als Auslöser einer Kreditausfall-Kettenreaktion

Wahrscheinlichkeit: 15%

„Aufgrund der Probleme in der Eurozone schichten immer mehr Wohlhabende ihr Vermögen in Schweizer Franken um. Dieser Nachfrage kann die Schweizerische Nationalbank (SNB) nichts mehr entgegensetzen, der Schweizer Franken wertet um 25% auf, für einen Euro werden nur noch 85 Rappen gezahlt. Schweizer Produkte sind im Ausland nun zu teuer. In der Schweiz beginnt ein Arbeitsplatzabbau, die Arbeitslosenquote steigt auf 5%. Jetzt wird der Schweiz die hohe Privatverschuldung von 201% des Bruttoinlandsprodukts zum Verhängnis (zum Vergleich: in Deutschland liegt diese bei 86%). Die Kreditausfälle steigen, die Schweizer Banken erleiden hohe Kreditverluste. Kapitalerhöhungen werden unausweichlich. Andere Banken beginnen, den Schweizer Instituten zu misstrauen. Der Interbankenmarkt kommt zum Erliegen. Am Ende steht die Stabilität des gesamten Finanzsystems auf dem Spiel. Nach einem Einbruch des Schweizer Leitindex SMI um zunächst 30% und später um weitere 20% brechen auch die Aktienindizes der Eurozone um 40% ein.“

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Siebtes Risiko: Goldverkäufe als letztes Mittel

Wahrscheinlichkeit: 10%

„Um die Eurozone in der Rezession zu stabilisieren und die Staatshaushalte zu entlasten, setzt die EZB alles auf eine Karte: Das Stillhalteabkommen der europäischen Notenbanken wird aufgeweicht. Goldreserven werden auf den Markt geworfen und die Verkaufserlöse an die Staatshaushalte ausgeschüttet. Das neue Überangebot lässt den Goldpreis auf 600 US-Dollar fallen, ein Minus von 50%. Gleichzeitig beginnen Umschichtungen von Aktien und Renten in Gold. Die Aktienindizes verlieren weltweit 30%. 10-jährige Bundesanleihen stürzen um 10% ab.“

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