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Frankfurter Vermögensverwalter plant Übernahmen und will Vertriebsteam aufbauen

Frankfurter Vermögensverwalter plant Übernahmen und will Vertriebsteam aufbauen

Der Frankfurter Vermögensverwalter Source for Alpha plant die Übernahme von anderen Vermögensverwaltern und die Andockung von Beratern von Großbanken. 

„Wir führen derzeit Gespräche sowohl mit Beratern von Großbanken als auch mit Vermögensverwaltern zwecks Andockung beziehungsweise Übernahme. Durch eine mögliche Übernahme ist auch ein zweiter Standort neben Frankfurt möglich“, sagt Christian Funke, Vorstand bei Source for Alpha, im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Unlängst zog das Team von Source for Alpha in ein größeres Büro, um das Wachstum vorzubereiten. Aktuell sind acht Personen angestellt. Mit dem neuen Office ist eine deutliche Aufstockung möglich und geplant. Im kommenden Jahr soll außerdem ein Vertriebsteam aufgebaut werden, das die bestehenden Fonds aktiv vertreiben soll. Die Source for Alpha verwaltet aktuell die Fonds S4A EU Pure Equity, S4A US Long R und S4A Pure Equity Germany.

„Durch das neue Office und Investments in unsere IT und Infrastruktur wollen wir unser Wachstum intensivieren und den nächsten Schritt in der Entwicklung unseres Unternehmens gehen. Dafür investieren wir systematisch sowohl in die Infrastruktur, das Back Office oder die IT und in Personal“, sagt Funke.

Das Unternehmen plant ein organisches Wachstum von mehr als 30% pro Jahr. Hinzu soll anorganisches Wachstum durch Übernahmen und / oder die Integration von Beratern entstehen.

Wachstumsmarkt Vermögensverwalter

Auch wenn unabhängige Vermögensverwalter seit Jahresstart mit der Umsetzung von MiFID II zu kämpfen hatten sieht Funke die neue Richtlinie teilweise positiv: „So umständlich und teilweise unnötig MiFID II in vielen Punkten ist: Die Kostentransparenz durch die Offenlegung der Kosten ex ante helfen vor allem unabhängigen Vermögensverwaltern und sind schlecht für die Banken.“

Die Branche der Vermögensverwalter sei insgesamt ein Wachstumsmarkt, der vor allem in den kommenden Jahren verstärkt wachsen werde - das liege an dem Druck, der für die Banken steigt. Banken bieten in vielen Punkten keine für den Kunden überzeugende Strategie.

Zudem steigt die Wahrnehmung in der allgemeinen Investment-Welt gegenüber unabhängigen Vermögensverwaltern. Diese profitieren beispielsweise auch durch MiFID II. Dabei werde sich insgesamt die Anzahl der unabhängigen Vermögensverwalter nicht großartig ändern.

Aber: „Vor allem die kleineren Vermögensverwalter mit Assets unter €100 Millionen werden verstärkt ihre 32er-Lizenz abgeben müssen und von der steigenden Regulierung verschluckt werden. Im Gegenzug sind die Vermögensverwalter, die unter MiFID II eine 32er-Lizenz beantragen, deutlich ambitionierter in ihren Plänen.“

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