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Heidelberger Vermögensverwalter will Kunden und Berater von Großbanken gewinnen

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Heidelberger Vermögensverwalter will Kunden und Berater von Großbanken gewinnen

Der Heidelberger Vermögensverwalter Heidelberger Vermögen plant sein weiteres Wachstum und will Kunden und Berater von Großbanken aus der Rhein-Neckar-Region für sich gewinnen.

„Wir möchten unseren Kunden als Sparringspartner dienen und die Kunden auffangen, die bei der Großbank keine persönliche Betreuung mehr erhalten oder deren Berater dauernd wechseln. Wir spüren verstärkt den Trend, dass Kunden Großbanken verlassen und unabhängige Vermögensverwalter aufsuchen. Davon wollen wir als Unternehmen profitieren und gleichzeitig wachsen“, sagt Stephan Schmidt, CEO des Unternehmens, im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Wichtig sei, dass mögliche neue Berater von Großbanken in der Region verwurzelt seien und bereit seien, unternehmerisch zu denken sowie etwas Unabhängiges aufzubauen. Neben Beratern werden vor allem auf der Vertriebsseite Mitarbeiter gesucht.

Zwei Jahre nach der Gründung des Vermögensverwalters sind inzwischen zwölf Mitarbeiter bei der Heidelberger Vermögen beschäftigt; vier davon im Portfoliomanagement. Das Unternehmen hat Assets im neunstelligen Bereich.

„Wir haben unsere Vermögensverwaltung in Heidelberg gegründet, weil wir den Standort sehr attraktiv finden, die Gegend kennen und wissen, dass es in der Rhein-Neckar-Region einen deutlichen Bedarf an unabhängiger Vermögensverwaltung gibt. Das Thema Unabhängigkeit ist dabei ein sehr wichtiges und zentral für unsere Kunden“, erklärt Daniel Kolb, CEO des Unternehmens.

Kritisch gegenüber MiFID II

Zwar berücksichtigte das Unternehmen bei seiner Gründung die bereits anstehende MiFID-II-Umsetzung, allerdings gibt Schmidt zu: „Die regulatorischen Hürden sind in Summe sehr hoch, auch bei Vermögensverwaltern. Auch in kleinen Firmen wird ein hoher Teil der Tagesarbeit von der Regulatorik gebunden und fehlt am Kunden.“ Deswegen führt die Heidelberger Vermögen Beratungsgeschäft nur sehr vereinzelt durch.

Schmidt und Kolb bilanzieren kritisch: „Zudem lassen sich die durch die Regulatorik anfallenden Kosten in der Regel nicht auf die Kunden abwälzen. Am Ende des Tages, fehlt viel Zeit für die Betreuung der Kunden. Ob das der Regulator so wollte sei dahingestellt.“

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