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Hessischer Vermögensverwalter erhöht Eintrittsschwelle um 50%

Hessischer Vermögensverwalter erhöht Eintrittsschwelle um 50%

Aufgrund eines Wegfalls der Bestandsprovisionen seit MiFID II, des erhöhten Margendrucks auf Vermögensverwalter und nötigen Investments in die Digitalisierung, ist das Angebot einer Vermögensvewaltung teurer geworden. Darauf hat die Kirix Vermögensverwaltung aus Kassel mit einer Anpassung ihrer Eintrittsschwelle für die diskretionäre Vermögensverwaltung reagiert.

Diese wurde von €200.000 auf €300.000 erhöht. Die Gebühren für die Vermögensverwaltung wurden allerdings nicht für die Kunden erhöht - trotz erhöhter Kosten auf der Anbieterseite 

Insgesamt sieht Rolf Kieckebusch, Unternehmensgründer und Vorstand der Kirix Vermögensverwaltung, dass das Konzept der ‚Erfolgsbeteiligung‘ im Kommen ist – diese lasse sich auch eher vor dem Kunden rechtfertigen, im Gegensatz zu einer Erhöhung der Preise. „Für beide Seiten, also für unsere Kunden und auch für uns selbst, sehen wir den Faktor ‚Geduld‘ als enorm wichtig an. Mit Kirix sind wir langsam, aber stetig gewachsen und betreuen unsere Kunden kontinuierlich“, sagt Kieckebusch im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Die Kehrseite der Digitalisierung

Insbesondere in Zeiten erhöhter Volatilität leide aber vor allem die Geduld, sowohl beim Anleger als auch möglicherweise beim Berater. „Zwischen all den Rennpferden am Markt sehen wir uns daher als geduldigen Esel – dieser kann durchaus 35 Jahre oder länger seine Arbeit verrichten und neben Geduld ist eben auch die Langfristigkeit bei der Geldanlage wichtig“, betont Kieckebusch, der bei Citywire derzeit mit einem AA-Rating ausgezeichnet ist.

Wenig Zeit, die teilweise überspitzte Darstellung in den Medien, das sei die Kehrseite der Digitalisierung in der Finanzbranche. „Eine der größten Herausforderungen der Zukunft wird daher auch sein, die Geduld als Tugend im Investment zu stärken, beziehungsweise gar erst zu etablieren.“

Gleichzeitig verstärke MiFID II auch die standardisierte Vermögensverwaltung. „Dafür bieten sich Fonds als nahezu ‚einzige‘ Möglichkeit an, um dem Kunden eine qualitative und vor allem transparente Lösung anzubieten“, so Kieckebusch.

Bislang nutzt Kirix die eigenen Fonds nur in Ausnahmefällen für die Vermögensverwaltung. Eigentlich sei das auch für die Zukunft nicht geplant, doch mit MiFID II müsse man vorerst abwarten, was passieren werde. „Unser Fokus liegt eher auf dem diskretionären Geschäft.“

Im März dieses Jahres hat die Kirix Vermögensverwaltung für ihren erfolgreichen Enrak Wachstum und Dividende global-Fonds, gemeinsam mit der Service-KVG Hansainvest eine neue Anteilsklasse aufgelegt.

Der ENRAK Wachstum und Dividende global erzielte in den vergangenen zwölf Monaten, bis Ende Juli 2018, eine Performance von 22,5% und belegt entsprechend den vierten von 841 Rängen im Citywire-Sektor Aktien - Global.

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