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Hessischer Vermögensverwalter reduziert aktive Fonds auf ein Drittel von Mischfonds

Hessischer Vermögensverwalter reduziert aktive Fonds auf ein Drittel von Mischfonds

Der Vermögensverwalter Ulrich Althoff von der hessischen Vermögensverwaltung Rosenberger, Langer & Cie. Capital Management hat seinen Mischfonds MULTI-AXXION Concept im Sommer dieses Jahres umgestellt und allokiert seitdem ETFs als Alternative zu aktiven Fonds. Inzwischen wurde auf zwei Drittel ETFs und nur noch ein Drittel aktive Fonds im Portfolio umgeschichtet.

„Die Umstellung ist nicht primär aus Kostengründen erfolgt. Ein aktiver Fonds darf durchaus mehr Geld kosten als eine passive Lösung, muss dann aber eine entsprechende risikoadjustierte Performance liefern. Insgesamt ist es schwieriger geworden, dauerhaft überdurchschnittliche aktive Fonds ausfindig zu machen. Außerdem stellen wir häufiger eine Diskrepanz zwischen der angekündigten und der tatsächlich umgesetzten Strategie des aktiven Fondsmanagers fest“, erklärt Althoff im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Es würde außerdem viele Index Hugger geben. Dort gebe es keinen sachlichen Grund zu investieren. Hier seien ETFs die weitaus bessere und preiswertere Alternative. „Die zunehmende Transparenz wird allerdings dazu führen, dass diese Index Hugger vom Markt verdrängt werden“, sagt Althoff.

Insgesamt sieht der Vermögensverwalter aber keinen Untergang der aktiven Fondsmanager. „Wir sehen aber einen Trend hin zu Fonds-Boutiquen, die sich auf Themen spezialisiert haben und dort einen Mehrwert für ihre Kunden liefern; auch teilweise mit deutlich mehr Herzblut als bei den großen Gesellschaften.“

Vorteilhaft für die Allokation von passiven Instrumenten sei aber sicherlich, dass auf einen langen Zeitraum aktive Fondsmanager immer wieder schlechter abschneiden als die Benchmark. „Manager, die über ein Jahrzehnt lang outperformen, sind die Seltenheit. Passive Produkte sind also unter wahrscheinlichkeitstheoretischen Aspekten die bessere Wette“, bilanziert Althoff.

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