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Jens Ehrhardt warnt und senkt Aktienquoten von Flaggschiff-Fonds

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Jens Ehrhardt warnt und senkt Aktienquoten von Flaggschiff-Fonds

Der Münchner Vermögensverwalter DJE Kapital hat die Aktienquoten seiner Flaggschiff-Fonds in den vergangenen Wochen deutlich gesenkt. Die Aktienquote des DJE Zins & Dividende wurde beispielsweise vor Oktober vom Maximum von 50% auf aktuell 30% reduziert. Im Gegenzug wurde die Kasseposition aufgrund fehlender Optionen auf der Anleiheseite erhöht.

„Wir sind insgesamt vorsichtiger in unserer Allokation geworden. Dabei war vor allem der technische Punkt der sogenannten Blackout-Periode im Oktober in den USA für uns wichtig. Dann sind nämlich keine Aktienrückkäufe der Unternehmen möglich. Dieser Umstand gepaart mit den rund $50 Milliarden die den Märkten monatlich von der Fed entzogen werden, sorgt dafür, dass wir vor dem Oktober unsere Aktien-Allokation gesenkt haben“, erklärt Jens Ehrhardt im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Insgesamt erwartet Ehrhardt für den November und das Ende des Jahres steigende Kurse, das sei allerdings kurzfristig und technisch bedingt. Eine große Wende stehe nicht bevor. Investoren sollten sich mittelfristiger vorsichtiger aufstellen.

Die große Gefahr für 2019

„Der US-Markt war im laufenden Jahr durch die massiven Aktienrückkaufprogramme und das Steuerprogramm von Donald Trump sozusagen gedopt. Denn die Überschussliquidität deutet auf eine Abschwächung der Wirtschaft hin“, sagt Ehrhardt.

Deswegen sollten sich Investoren nicht ausschließlich auf die USA konzentrieren. Europa sei immer noch günstiger bewertet und würde von einem starken US-Markt zum Jahresende auch mitgezogen werden.

Dabei macht Ehrhardt für das kommende Jahr vor allem eine große Gefahr aus: „Die größte Gefahr für das Jahr 2019 wären vier Zinsschritte in den USA. Das hat die Fed zwar auf ihrem Plan aber der Markt preist das nicht wirklich ein beziehungsweise glaubt nicht an vier Zinsschritte. Falls die Fed das aber wirklich durchziehen würde, sollte man besser keine Aktien mehr halten; dann wäre große Vorsicht geboten!“

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