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Jupiter erleidet €2,5-Milliarden-Abfluss in einem Rentenfonds

Jupiter erleidet €2,5-Milliarden-Abfluss in einem Rentenfonds

Der Asset Manager Jupiter hat im ersten Halbjahr dieses Jahres einen Nettokapitalabfluss in Höhe von rund €2,5 Milliarden erlitten. Grund sei ein Stimmungsumschwung gegenüber der wichtigsten Anleihe-Position, in die der Asset Manager investiert ist.

Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte Jupiter noch rund €4 Milliarden an Zuflüssen verzeichnet. Die jüngsten Abflüsse bedeuten eine Minderung des verwalteten Gesamtvermögens um 4% auf rund €55 Milliarden.

Jupiter-Chef Maarten Slendebroek (im Bild) beschrieb die erste Jahreshälfte als „herausfordernd“ und sagte, dass die Rückgänge in erster Linie mit einem einzelnen Anleiheprodukt verbunden seien. Der Fonds, den das Unternehmen namentlich nicht nannte, sei nach einem Bericht von Citywire Wealth, eine Schwesterseite von Citywire Deutschland, wahrscheinlich der €4,2 Milliarden große Jupiter Strategic Bond-Fonds. Dieser Fonds steuerte in 2017 einen Großteil der Zuflüsse des Unternehmens bei.

Laut Slendebroek spiegelten die Abflüsse „sowohl die derzeitige defensive Positionierung des Fonds als auch einen breiteren Branchentrend der Rentenabflüsse in den meisten Märkten“ wider. Die Fixed-Income-Strategie verzeichnete zwei Quartale mit Abflüssen, wobei die Kunden im Berichtszeitraum insgesamt €2,6 Milliarden aus dem Fonds abzogen.

Abgesehen von Abflüssen aus diesem Fonds wies Slendebroek darauf hin, dass die Bruttozuflüsse im übrigen Fondsbereich stark blieben, wobei insbesondere europäische Fonds solide Zuflüsse verzeichneten. Das Unternehmen wies außerdem darauf hin, dass 80% der verwalteten Investmentfonds-Assets den Median über drei Jahre übertroffen hätten.

„Das erste Halbjahr 2018 spiegelte ein herausfordernderes operatives Umfeld gegen einen volatileren globalen geopolitischen Hintergrund wider. Trotz der Nettoabflüsse im Berichtszeitraum ist es klar, dass unser belastbares Geschäftsmodell und die starke Bilanz für alle unsere Stakeholder weiterhin ausreichen“, so Slendebroek.

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