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Leiter Aktien von Huber, Reuss & Kollegen präferiert Innovationskraft bei der Allokation

Leiter Aktien von Huber, Reuss & Kollegen präferiert Innovationskraft bei der Allokation

Christian Reindl, Leiter Aktien bei Huber, Reuss & Kollegen, sieht in der Innovationskraft des deutschen Mittelstandes mehr Chancen als bei den größeren DAX-Unternehmen. Auch sei das aktive Management in diesem Bereich besonders gefragt und könne so die laufenden Kosten besser rechtfertigen.

„Innovationskraft ist der Wachstumstreiber des deutschen Mittelstands und der Kurse. Hier ist auch die Bereitschaft für Innovation größer, da die meisten Mittelständler eigentümergeführt sind und eher langfristig Denken. Im Mid-Cap-Bereich ist zudem die Breite der Unternehmen für Investments größer“, so Reindl, der für den Arbor Invest - Qualität und Innovation Fonds zuständig ist, auf dem V-Bank Tag in München.

In den vergangenen zehn Jahren sei der DAX um 78%, der TecDAX um 231% und der MDAX um 172% gestiegen. Nicht nur in der Hausse erwirtschafteten Mid-Caps mehr Rendite. Sie hätten zudem den Vorteil, dass sie auch in schwierigen Marktphasen eine höhere Profitablität aufwiesen als Large-Caps.

Hintergründe dafür seien eine effizientere Ressourcenverwaltung, kurze Entscheidungswege, eine bessere Marktnähe, eine konservativere Bilanzstruktur und profitablere Nischenmärkte. Zu den aktuellen Wachstumssektoren zählten insbesondere Medizin, Industrie sowie Technologie.

Wertige Analysen von Unternehmen

„Kleinere Unternehmen bieten zudem mehr Chancen für aktives Management. Hier ist die Analyseabdeckung geringer und der Wert der eigenen Analysen steigt. Auch der gute Zugang des Managements zu den Firmen ist dabei entscheidend“, erläutert Reindl.

Für sein Portfolio nutze Reindl deswegen eine fundamentale Unternehmensanalyse, welche die Marktposition, das Bilanz-Gewinn-Potenzial, die Managementqualität sowie auf multiple Bewertungen und andere Faktoren durchleuchtet. Entscheidend sei zudem eine strikte Verkaufsdisziplin auf Basis einer laufenden Bewertung der Unternehmen.

„Europa ist das Zentrum der Innovationskraft in der Welt. Unter den Top Ten befinden sich acht europäische Länder. Nur die USA und Singapur kommen hinzu“, so Reindl, der mit seinem Fonds in Deutschland mit 44,3%, Skandinavien 28,2% und der Schweiz mit 12,2% investiert ist (Stand: Ende Februar 2018).

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