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Lupus alpha stellt zwei Nebenwertefonds auf ESG um

Schon bisher folgten sie weitestgehend nachhaltigen Standards.

Lupus alpha stellt zwei Nebenwertefonds auf ESG um

Der Frankfuter Asset Manager Lupus Alpha hat zum 1. Dezember bei zwei Fonds für europäische Nebenwerte eine verbindliche ESG-Methodik eingeführt. Außerdem wurden sie umbenannt. So heißt der Lupus alpha Smaller Euro Champions in Zukunft Lupus alpha Sustainable Smaller Euro Champions. Der Lupus alpha Smaller Pan European Champions erhält den Namen Lupus alpha Sustainable Smaller Pan European Champions.

Schon bisher haben die beiden Fonds ESG-Mindeststandards weitgehend befolgt. Neu ist die verbindliche Selbstverpflichtung auf ESG-Kriterien. Im vergangenen Jahr konnten beide Fonds die höchste Outperformance seit ihrer Auflegung erzielen und schlugen ihre Benchmark um über 12%.

„Wenn Unternehmen grundlegende Nachhaltigkeitsstandards nicht beachten, ist das häufig Treiber oder Begleiterscheinung von finanziellen Risiken“, erläutert Götz Albert, Managing Partner und CIO von Lupus alpha. Insbesondere die Governance ist traditionell bei Lupus alpha ein fester Bestandteil der Unternehmensanalyse. „Eine gute Governance ist auf Unternehmensseite der Schlüssel zu zukunftsfähigen Weichenstellungen“, so Albert.

Das Aktienuniversum beider Fonds wird in einem ersten Schritt anhand umfangreicher ESG-Mindeststandards im Rahmen eines Negativ-Screenings analysiert und kritische Unternehmen ausgeschlossen. Dies geschieht bei Verstößen gegen den UN Global Compact, bei der Herstellung kontroverser Waffen oder bei der Überschreitung bestimmter Umsatzgrenzen für die Bereiche Rüstung, Kohle, Kernkraft, Fracking und Tabak. Alle Unternehmen, die keines der Ausschlusskriterien verletzen, sind grundsätzlich investierbar.

In einem zweiten Schritt folgt ein mehrstufiger Selektionsprozess, der eine detaillierte Nachhaltigkeitsanalyse der Aktien mit der klassischen fundamentalen Unternehmensanalyse verbindet. Alle investierbaren Unternehmen werden dabei auf Basis von eigenem Research und anhand der 37 ESG-Kategorien des Datenanbieters MSCI nach ökologischen, sozialen, ethischen und Governance-Kriterien klassifiziert.

Dem folgt eine ESG-Potenzial-Risiko-Analyse. Erfasst werden unter anderem Sozialstandards, Umweltmanagement, Produktportfolio und Unternehmensführung sowie der Einfluss der Geschäftsaktivitäten auf die 17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen. Die finale Investitionsentscheidung berücksichtigt darüber hinaus die Stärken potenzieller Portfolio-Unternehmen im Bereich Management, Marktstellung, Ergebnisentwicklung und Marktbewertung. Grundsätzlich gilt dabei, dass ein besseres ESG-Rating einer Aktie sowie ein höherer Beitrag zu den SDGs die Aufnahme in das Portfolio begünstigen.

„Da unsere ESG-Einschätzungen jedoch schon seit Start der Strategien in die Investmententscheidungen mit einfließen, sind die Auswirkungen auf die Portfolios der beiden Fonds eher gering“, sagt Albert.

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