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Max Otte, Robert Smith und Co. - Die DAX-Prognosen der Fondsmanager

Was erwartet Anleger im kommenden Jahr beim deutschen Aktienmarkt? Top-Fondsmanager glauben unisono an ein gutes DAX-Jahr, sehen aber auch Risiken.

DAX könnte auf 13.000 Punkte steigen

Max Otte, IFVE Institut für Vermögensentwicklung:

Der DAX und viele europäische Märkte sind im Gegensatz zum Beispiel zum US-Markt noch moderat bewertet. Die Crash-Prognosen von Robert Shiller oder Carl Icahn für den US-Markt sind also durchaus ernst zu nehmen. Langsam merken immer mehr Deutsche, dass Aktien alternativlos sind. Von daher dürfte die Nachfrage nach deutschen Aktien weiter wachsen.

2016 hat ein binäres Profil - falls keine größeren Unfälle passieren, erwarte ich neue Höchststände. Der DAX dürfte dann nicht unter 10.000 Punkte fallen und könnte bis auf 13.000 Punkte und mehr steigen. Falls aber die politischen Spannungen zunehmen und sich in einer allgemeinen Krise entladen, können DAX und viele andere Aktienmärkte sehr tief fallen. Leider nehmen die diesbezüglichen Risiken zu.

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DAX könnte auf 13.000 Punkte steigen

Max Otte, IFVE Institut für Vermögensentwicklung:

Der DAX und viele europäische Märkte sind im Gegensatz zum Beispiel zum US-Markt noch moderat bewertet. Die Crash-Prognosen von Robert Shiller oder Carl Icahn für den US-Markt sind also durchaus ernst zu nehmen. Langsam merken immer mehr Deutsche, dass Aktien alternativlos sind. Von daher dürfte die Nachfrage nach deutschen Aktien weiter wachsen.

2016 hat ein binäres Profil - falls keine größeren Unfälle passieren, erwarte ich neue Höchststände. Der DAX dürfte dann nicht unter 10.000 Punkte fallen und könnte bis auf 13.000 Punkte und mehr steigen. Falls aber die politischen Spannungen zunehmen und sich in einer allgemeinen Krise entladen, können DAX und viele andere Aktienmärkte sehr tief fallen. Leider nehmen die diesbezüglichen Risiken zu.

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Euro-Aufwertung könnte ein Risiko werden

Robert Smith, Baring Asset Management:

Für den DAX im Jahr 2016 sehe ich zwei Chancen und ein Risiko.

Die erste Chance sind die weiterhin tiefen Rohstoffpreise – besonders Öl aber auch Eisen und andere Metalle. Fast ganz Europa und besonders Deutschland, sind Nicht-Produzenten und müssen alle Rohstoffe importieren. Von den niedrigen Rohstoffpreisen profitiert also vor allem die europäische Wirtschaft – insbesondere die deutsche. Weniger Geld fließt in den Mittleren Osten, Russland und Norwegen. Also bleibt mehr Geld für andere Investitionen übrig.

Die zweite Chance ist eine Beschleunigung bei der Erholung der europäischen Wirtschaft. Das geht einher mit der ersten Chance. Man muss sich nur die Zahlen der verkauften Autos in Europa anschauen. Die europäischen Konsumenten sind in Kauflaune. Im November 2015 ist nur in Luxemburg und Estland das Verkaufs-Level bei den Konsumenten im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Das Risiko, besonders für den DAX, ist eine mögliche Euro-Aufwertung im Vergleich zum US-Dollar. Derzeit denkt wohl niemand, dass in Europa ein ordentliches Wachstum möglich sei. Sollten sich die beiden angesprochenen Chancen erfüllen, könnte sich der Euro aufwerten. Dies würde sich auf den Aktienpreis der überwiegend exportierenden Firmen im DAX auswirken.

Insgesamt werden wir den DAX im neuen Jahr aber aufgrund der guten wirtschaftlichen Erholung höher sehen als im Jahr 2015. Allerdings wird der DAX auch nicht so hoch ansteigen, weil durch die positiven Effekte die Exporteure des Landes etwas leiden werden.

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US-Dollar-Verschuldung könnte problematisch werden

Christian Funke, Source4Alpha:

Unserer Erwartung nach sollte sich der DAX auch 2016 weiter positiv entwickeln. Wir geben unseren Kunden aktuell den Tipp „Kaufen sie Deutschland“: Der Markt ist geprägt von attraktiv bewerteten, zyklischen Exportwerten.

Wir sehen die Chance, dass der Flüchtlingszustrom kurzfristig einen Nachfrageboom bei Konsumgütern schafft. Mittelfristig werden die Erwartungen deutlich steigender Bevölkerungszahlen einen Investitionsboom entfachen, um dieser dauerhaft gestiegenen Nachfrage begegnen zu können.

Risiken könnten aus der divergierenden Geldpolitik – Zinserhöhungen der Fed in den USA, aber erweitertes QE der EZB in Europa – und der dadurch zu erwartenden Aufwertung des US-Dollars erwachsen.

In Zeiten niedriger US-Zinsen haben viele Unternehmen vor allem in den Schwellenländern ihre US-Dollar-Verschuldung deutlich ausgebaut. Dies könnte vielen Schwellenländern zum Verhängnis werden und möglicherweise zu einem Volatilitätsanstieg führen, welcher dann wiederum auf Deutschland ausstrahlt – quasi analog zu den Auswirkungen der konjunkturellen Sorgen in China im Sommer 2015.

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Keine Wunderdinge von der Weltwirtschaft erwarten

Philipp Vorndran, Flossbach von Storch:

Wir haben leider keine Kristallkugel, von daher ist es müßig, eine halbwegs präzise DAX-Prognose abgeben zu wollen. Grundsätzlich dürfte sich allzu bald nichts am Niedrigzinsumfeld ändern. Das führt zeitweise zu kräftigen Kursschwankungen und einer wachsenden Korrelation zwischen einzelnen Anlageklassen. Anders ausgedrückt: Wenn es an den Aktienmärkten kracht, können das Anleihen erstklassiger Emittenten nicht mehr – wie in früheren Jahren geschehen – über Kursgewinne ausgleichen; nahe der Nulllinie ist das Renditepotenzial logischerweise begrenzt.

Was die Weltwirtschaft betrifft, sollten wir auch 2016 keine Wunderdinge erwarten. Das Potenzialwachstum in den bedeutenden Schwellenländern dürfte deutlich geringer ausfallen, als wir das aus früheren Jahren gewohnt sind; die Probleme in Russland oder Brasilien beispielsweise sind offenkundig – und sie werden sich nicht über Nacht lösen lassen. Alles in allem gehen wir deshalb davon aus, dass die Weltwirtschaft nur moderat, also etwa zwischen 2,5 und drei Prozent wachsen wird. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass das globale Zinsniveau angesichts der mäßigen Wachstumsperspektiven und der weiter steigenden Staatsschulden noch sehr lange sehr niedrig bleiben wird; im Besonderen gilt das für Bundesanleihen.

An unserem Weltbild – tiefe Zinsen, moderates Wachstum der Weltwirtschaft – hat sich nichts verändert, ebenso wenig an der daraus abgeleiteten Anlagestrategie: Klarer Fokus auf Qualitätsaktien, opportunistischer Ansatz bei (Unternehmens)Anleihen, dazu Gold als Versicherung gegen die uns bekannten und unbekannten Risiken des Finanzsystems. Geduld zahlt sich aus.

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