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Münchner Fintech will zum Digital-Partner der Vermögensverwalter werden

Münchner Fintech will zum Digital-Partner der Vermögensverwalter werden

Das Münchner Fintech WeAdvise will zum Digital-Partner der Vermögensverwalter werden - mit reinem B2B-Fokus und ohne Interessenskonflikte.

Unlängst hat WeAdvise in einer neuen Beteiligungsrunde mehrere unabhängige Vermögensverwalter und Private Banker ins Boot geholt. Diese sollen ihr Branchenwissen und Netzwerk einbringen und die WeAdvise-Technologie auch für ihr eigenes operatives Geschäft nutzen.

„Anleger erwarten heutzutage auch von ihrem Vermögensverwalter ein ‚digitales Gesicht‘. Ohne eigene digitale Angebote wie digitalem Onboarding und Kundenportal droht der Verlust der Kundenschnittstelle an den Wettbewerb“, sagt Christian Ropel, Co-Gründer von WeAdvise, im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Vermögensverwalter würden dabei sowohl mit klassischen Finanzdienstleistern als auch mit Fintechs – gerade bei der Kundengruppe der Digital Natives, aber auch der Erbengeneration, konkurrieren. „Den Kunden von heute kann ein Vermögensverwalter am besten in einem hybriden Modell gewinnen und mit der richtigen Kombination aus persönlicher Beratung und digitalen Tools dauerhaft an sich binden.“

Fokus auf das Kerngeschäft durch digitale Auslagerung

Auch wegen der steigenden Regulierung sei die Digitalisierung für Vermögensverwalter immr wichtiger: Spätestens seit MiFID II würden Vermögensverwalter in ihrem Kerngeschäft immer komplexer werdende regulatorische Vorgaben gegenüberstehen. Nachhaltige aufsichtsrechliche Konformität sei nur noch mit technologischer Unterstützung zu erreichen.

„Hier kann Robo-Advice-Technologie helfen – zum Beispiel durch digitales Onboarding, Kundenpostfach und automatisch generierten Berichten. In diesem Setup lagert der Vermögensverwalter die notwendigen Pflichten an einen Technologiepartner wie WeAdvise aus und fokussiert sich auf sein Kerngeschäft, die Kundenbetreuung und das Portfoliomanagement“, so Ropel.

Unabhängigkeit auch bei Tech-Partnern

Dabei könne man durch die Technologie von beispielsweise WeAdvise gerade kleinere Vermögen und Depots mit niedrigen fünfstelligen Anlagebeträgen effizient eröffnen und verwalten. „Hier ist Robo-Advice-Technologie eine Alternative zu einem eigenen Fonds – mit dem Vorteil, dass die Anleger an ihren Vermögensverwalter gebunden werden und mit ihm wachsen.“

Wichtig ist allerdings, dass unabhängige Vermögensverwalter auch bei der Auswahl der Technologiepartner ihre Unabhängigkeit bewahren. Ropel erklärt: „Digitales Onboarding und Kundenportal müssen zum Beispiel mit verschiedenen Depotbanken kompatibel sein. Somit tritt die Depotbank in den Hintergrund und der Anleger bleibt in der Markenwelt des Vermögensverwalters. Erwartungsgemäß sehen wir eine starke Nachfrage nach bankenunabhängigen Digital-Lösungen.“

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