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Schroders Klima-Experte setzt auf Solar- und Batterie-Titel

Schroders Klima-Experte setzt auf Solar- und Batterie-Titel

Zum Auftakt der Pariser Klimakonferenz richtet der Finanzexperte für Klimafragen Simon Webber sein Augenmerk auf neue Initiativen von Städten und Unternehmen, die aus seiner Sicht die Führung im Klimaschutz übernehmen.

„In Metropolen wie London, Paris oder New York und in innovativen Tech-Firmen entstehen zur Zeit die spannendsten Initiative“, sagt Webber im Gespräch mit Citywire Deutschland.

„Mit der rasanten Entwicklung neuer Technologien im Transport- und Energie-Sektor ist es gar nicht mehr so bedeutend, was nationale Regierungen entscheiden“, so Webber. „Die Bewegung weg von fossilen Brennstoffen hat längst eingesetzt.“

Das beste Beispiel für seine These sieht er im Transport-Sektor. „Die Kosten für die Gewinnung von Sonnenenergie und für deren Speicherung in Batterien sinken pro Jahr um 10 bis 15%. Das schafft genügend Anreize für Firmen, den emissionslosen Transport voranzutreiben“, erklärt Webber vom britischen Asset Manager Schroders.

Der Einfluss von Google und Apple

„Diese Entwicklung liegt auch einigen unserer Anlagen zugrunde“, sagt Webber. So begann er in den vergangenen zwölf Monaten Investitionen in die Elektroauto-Firma Tesla und den koreanischen Chemiekonzern LG Chem, die derzeit beide große Batterie-Fabriken bauen.

Beide Titel machen inzwischen jeweils 1% des Schroder ISF Glo Climate Change Equity-Fonds aus, den Webber zusammen mit Ben Wicks leitet.

Der Fonds erzielte über die fünf Jahre bis Ende Oktober in Euro gerechnet eine Wertsteigerung von 62%. Die Einschätzung dieses Werts hängt von der Vergleichs-Benchmark ab. Einerseits schaffte die Benchmark MSCI World in dem Zeitraum eine Wertsteigerung von 100%. Andererseits erreichte die Benchmark WilderHill New Energy Global Innovation zugleich nur eine Performance von 6%.

Webber setzt auf jeden Fall für die Zukunft weiterhin auf Batterien und Solar. „Für den hohen Bedarf an Stromspeichern sprechen natürlich auch Google und Apple“, erläutert er.

Denn beide Unternehmen versuchen, bestehende Branchen durch Innovationen grundlegend zu verändern, und peilen genau das mit ihren selbst fahrenden Autos an. „Wenn eine der beiden Firmen ein Auto in Serie produziert, wird das garantiert ein Elektro-Auto sein.“

Eine weitere Firma, die er in den vergangenen vier Monaten in sein Portfolio aufgenommen hat, ist der japanische Technik-Konzern Keyence.

„Das Unternehmen nutzt Sensoren und Spezialsoftware, um Fabriken effizienter zu machen“, erläutert Webber, „das ist ein wichtiger Bereich im Klimaschutz und wird zunehmend nachgefragt ­– unabhängig von den Ergebnissen des Pariser Gipfels.“

 

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