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Sektorfokus: Wie sich drei Manager(-Teams) für Schwellenländeranleihen geschlagen haben

Die Krise hat dem Sektor zugesetzt.

Mager, aber zäh

Auf der Suche nach dem verlorenen Zins sind Investoren zunehmend bereit, sich abseits der bekannten Anleger-Pfade zu bewegen. Manchen führte der Weg in den vergangenen Jahren zu Schwellenländeranleihen, die zwar als riskanter gelten als ihre Pendants aus den Industrieländern, dafür aber oft höhere Renditen bieten. Sind die Anleihen nicht in Lokalwährungen, sondern in Hartwährungen wie Euro oder US-Dollar denominiert, entfällt wenigstens das Währungsrisiko. Für Anleger ist das eine verlockende Kombination. Eigentlich.

Denn 2020 ist für den Sektor ein schwieriges Jahr gewesen. Schwellenländer haben unter der Coronakrise gelitten. Ihre Zentralbanken verfügen zudem nicht über den Einfluss, den die Federal Reserve oder die Europäische Zentralbank haben. Ende des Jahres erholte sich die Lage etwas. Insgesamt war die Performance über kurz oder lang mager: Bis Ende November schaffte der Sektor eine Wertsteigerung von 3,6%. Über drei Jahre bleibt ein Plus von 3,2% übrig.

Damit stehen Hartwährungsmanager im Durchschnitt besser da als ihre Lokalwährungskollegen, die in den gleichen Zeiträumen im Durchschnitt sogar 1,6% und 1% verloren. Auch die Ratings haben bei vielen unter der Entwicklung gelitten. Zwar gibt es immerhin 32 Manager im Sektor für Hartwährungsanleihen, die ein Citywire-Rating inne haben. Die Bestnote AAA sucht man aber vergeblich. Die hier vorgestellten Manager hatten zumindest für einen Teil dieses Jahres ein Rating. Sie haben über drei Jahre eine solide Performance abgeliefert und den Sektordurchschnitt geschlagen.

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der 65. Ausgabe des Citywire Deutschland Magazins und wurde Mitte Dezember für seine Online-Veröffentlichung aktualisiert.

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Mager, aber zäh

Auf der Suche nach dem verlorenen Zins sind Investoren zunehmend bereit, sich abseits der bekannten Anleger-Pfade zu bewegen. Manchen führte der Weg in den vergangenen Jahren zu Schwellenländeranleihen, die zwar als riskanter gelten als ihre Pendants aus den Industrieländern, dafür aber oft höhere Renditen bieten. Sind die Anleihen nicht in Lokalwährungen, sondern in Hartwährungen wie Euro oder US-Dollar denominiert, entfällt wenigstens das Währungsrisiko. Für Anleger ist das eine verlockende Kombination. Eigentlich.

Denn 2020 ist für den Sektor ein schwieriges Jahr gewesen. Schwellenländer haben unter der Coronakrise gelitten. Ihre Zentralbanken verfügen zudem nicht über den Einfluss, den die Federal Reserve oder die Europäische Zentralbank haben. Ende des Jahres erholte sich die Lage etwas. Insgesamt war die Performance über kurz oder lang mager: Bis Ende November schaffte der Sektor eine Wertsteigerung von 3,6%. Über drei Jahre bleibt ein Plus von 3,2% übrig.

Damit stehen Hartwährungsmanager im Durchschnitt besser da als ihre Lokalwährungskollegen, die in den gleichen Zeiträumen im Durchschnitt sogar 1,6% und 1% verloren. Auch die Ratings haben bei vielen unter der Entwicklung gelitten. Zwar gibt es immerhin 32 Manager im Sektor für Hartwährungsanleihen, die ein Citywire-Rating inne haben. Die Bestnote AAA sucht man aber vergeblich. Die hier vorgestellten Manager hatten zumindest für einen Teil dieses Jahres ein Rating. Sie haben über drei Jahre eine solide Performance abgeliefert und den Sektordurchschnitt geschlagen.

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der 65. Ausgabe des Citywire Deutschland Magazins und wurde Mitte Dezember für seine Online-Veröffentlichung aktualisiert.

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René-Philippe Lichtschlag

Union Investment

Citywire-Rating: +

Fonds:

René-Philippe Lichtschlag von Union Investment gewann in diesem Jahr den Citywire Deutschland Award für Schwellenländeranleihen in harter Währung. In seinem Hartwährungsfonds, dem UniInstitutional EM Bonds, steckten Ende November rund €682 Millionen Kundenvermögen. Ein Blick auf die Rendite ist bei Lichtschlag irreführend. Bemerkenswert ist vor allem, dass sie ihm mit einer geringen Standardabweichung und einem geringen maximalen Verlust gelingt. In diesen Kategorien steht der Fonds über ein Jahr auf dem 20. und 22. Platz aus 129 Fonds. Lichtschlag investiert in Staatsanleihen, Papiere von staatlichen und staatsnahen Unternehmen sowie zu maximal zehn Prozent in Unternehmensanleihen.

Manager-Performance

Über ein Jahr bis Ende November: 3,8%

Über drei Jahre bis Ende November: 6,4%

Platzierung

Über ein Jahr bis Ende November: 64/125

Über drei Jahre bis Ende November: 24/100

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Stefan Winkler & Günther Moosbauer

Security Kapitalanlage

Citywire-Rating: +

Fonds: Apollo New World

Seit 31 Jahren gibt es die Grazer Fondsboutique Security Kapitalanlage. Moosbauer arbeitet dort als Portfoliomanager und Stefan Winkler als Vorstand. Zusammen verwalten sie den Apollo New World, der durch ein Zusammenspiel von Währungssicherung und diversifizierten Spread- Investments attraktive Erträge erwirtschaften soll. Ende November verwaltete der Fonds knapp €180 Millionen. Vom Abverkauf im März wurde der Fonds hart getroffen. Mehr als 15% sackte er ab und machte die Verluste bis Ende September nur teilweise wieder wett. Vor allem Staatsanleihen gehörten zum Portfolio: Indonesische, rumänische und brasilianische Papiere machten mit 4,68, 4,50 und 3,55% die Top-Drei aus. Die durchschnittliche Rendite beträgt 3,59% pro Jahr und die Verwaltungsgebühr 0,9%.

Manager-Performance

Über ein Jahr bis Ende November: 0,2%

Über drei Jahre bis Ende November: 9,6%

Platzierung

Über ein Jahr bis Ende November 115/125

Über drei Jahre bis Ende November 7/100

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Thede Rüst

Nordea Asset Management

Citywire-Rating: Keines – Rüst verlor sein Plus-Rating im November

Fonds:

Der Head of Emerging Markets Debt arbeitet seit 2014 bei Nordea Asset Management. Derzeit verwaltet Rüst gemeinsam mit anderen Managern je zwei Fonds für Schwellenländeranleihen in Hart- und Lokalwährung. Unter den Hartwährungsprodukten ist der Nordea 1 – Emerging Stars Bond Fund mit rund €1 Milliarde Vermögen der wesentlich größere. Er ist ein ESG-Fonds, der nach Nordeas Star-Konzept gemanagt wird. Staatsanleihen machten Ende November knapp 87% der Assets aus. Mit 338 Positionen war der Fonds breit diversifiziert. Ägyptische und katarische Papiere bildeten die wichtigsten Positionen.

Manager-Performance

Über ein Jahr bis Ende November: -0,6%

Über drei Jahre bis Ende November: 10,4%

Platzierung

Über ein Jahr bis Ende November: 121/125

Über drei Jahre bis Ende November: 6/100

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Stefan Winkler
Stefan Winkler Durchschnittliche Fondsperformance:
10,29%
12/101 in Anleihen - Schwellenländer (Harte Währung) (Performance über 3 Jahre)
Günther Moosbauer
Günther Moosbauer Durchschnittliche Fondsperformance:
10,29%
13/101 in Anleihen - Schwellenländer (Harte Währung) (Performance über 3 Jahre)
Thede Ruest
Thede Ruest Durchschnittliche Fondsperformance:
10,3%
11/101 in Anleihen - Schwellenländer (Harte Währung) (Performance über 3 Jahre)
René-Philippe Lichtschlag
René-Philippe Lichtschlag Durchschnittliche Fondsperformance:
7,49%
32/101 in Anleihen - Schwellenländer (Harte Währung) (Performance über 3 Jahre)
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