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Studie von Donner & Reuschel: Digitale Vermögensverwaltung wird zum Standard

Studie von Donner & Reuschel: Digitale Vermögensverwaltung wird zum Standard

Die Digitalisierung der Finanzbranche hat auch die Anlageberatung erreicht. Dennoch steht die Mehrheit der deutschen Investoren den Angeboten noch kritisch gegenüber, aber es berge hohes Potenzial. Zu diesem Ergebnissen kommt die Donner & Reuschel Studie „Digitale Vermögensverwaltung 2018 – Akzeptanz, Anforderungen und Nachhaltigkeit aus Investorensicht“.

65% der institutionellen Anleger und 39% der vermögenden Privatkunden stehen dem Thema noch kritisch gegenüber. Die Gründe sind ein uneinheitliches Verständnis und das Fehlen einer klaren Definition, was digitale Vermögensverwaltung eigentlich bedeutet.

71% der institutionellen Investoren und 70% der vermögenden Privatkunden erachten fehlende Informationen zu passenden Anbietern als Hauptgrund einer Nichtnutzung. Des Weiteren wird die eingeschränkte Individualität der Angebote als Barriere genannt: Für 66% der privaten und 64% der institutionellen Investoren ist dieser Aspekt ausschlaggebend.

Die fehlenden Erläuterungen der Funktionsweise empfinden 66% der vermögenden Privatkunden als Nutzungsbarriere, bei den institutionellen Investoren bejahen dies „nur“ 43%.

Nutzung erwünscht

Obwohl aktuell nur jeder Zwanzigste das Angebot nutzt, geben 37% der Befragten an, dass digitale Lösungen grundsätzlich vorstellbar seien. Dabei haben 15% der institutionellen Investoren „konkrete“ Pläne zur Nutzung, bei den Stiftungen sind es sogar 18%.

Beide Investorengruppen nennen den einfachen Zugang als Hauptkriterium einer Nutzung von digitalen Vermögensverwaltungs-Angeboten. Diesen Vorteil sehen 58% der institutionellen Investoren und 69% der vermögenden Privatkunden.

Hohes Potenzial mit niedrigen Kosten

Ein wesentlicher Faktor sind auch die niedrigen Kosten, die für 54% der vermögenden Privatkunden und für 63% der institutionellen Investoren entscheidend sind. Die Kriterien Transparenz sowie automatisierte Portfolios sind dabei eher zweitrangig. Nur jeder Vierte institutionelle Anleger (25%) und nur knapp jeder Neunte Privatanleger (11%) erachtet diese als ausschlaggebend.

Zudem legen institutionelle Investoren einen größeren Wert auf risikoangepasste Renditen und automatisierte Portfolios. Jeweils 43% und 40% empfinden diese als wichtige Motive für die Nutzung digitaler Vermögensverwaltungslösungen. Bei den vermögenden Privatkunden haben risikoangepasste Renditen für nur 28% und automatisierte Portfolios für 25% einen hohen Stellenwert.

Unterschied von digitaler Vermögensverwaltung und Robo-Advice

„Die digitale Vermögensverwaltung wird der neue Standard in der Betreuung von vermögenden Kunden. Hier wird die Technik von Menschen genutzt, um ein besseres Kundenerlebnis und eine massive Unterstützung in der Produktion zu bieten“, so Holger Leifeld, Leiter Capital Markets bei Donner & Reuschel.

Robo-Advice dagegen komme völlig ohne die Einbeziehung von menschlichen Beratern aus, werde sich zum größten Konkurrenten des Fondsvertriebs entwickeln und entspricht eher dem Verkauf als der Beratung.

Die Ergebnisse der Studie basieren auf einer Online-Befragung von 252 vermögenden Privatkunden und 131 institutionellen Investoren.

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