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Union Investment stellt Aktienportfolio offensiver mit Zyklikern auf

Union Investment stellt Aktienportfolio offensiver mit Zyklikern auf

Der Frankfurter Asset Manager Union Investment hat seine Aktien-Allokation leicht reduziert, ist bei der Titel- und Sektor-Auswahl aber offensiver und mutiger aufgestellt.

„Insgesamt haben wir unser Portfolio mutiger aufgestellt und eine höhere Gewichtung auf Zykliker gelegt. Dabei haben wir vor allem unsere Investments bei europäischen Banken erhöht“, erklärt Benjardin Gärtner, Aktienchef bei Union Investment, im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Europäische Banken seien durch die gestiegene Regulierung mit höheren Anforderungen beim Eigenkapital besser und stabiler aufgestellt und nicht mehr so leicht umzupusten. „Zudem sind die Bewertungen weiterhin günstig. Im Fokus stehen für uns Banken aus Frankreich, Spanien oder den Niederlanden. Dort ist der Konkurrenzkampf nicht so hoch wie in Deutschland.“ In einem breiten global diversifizierten Portfolio wurde die Positionierung bei europäischen Banken um rund drei Prozentpunkte erhöht.

Portfolio mit hohen durchschnittlichen KGVs vermeiden

Abgebaut wurden im Gegenzug seit Jahresbeginn defensive Konsumgüter-Aktien. „Diese Titel sind sehr stark gelaufen und geraten inzwischen etwas unter Druck, weil sie die hohen Bewertungen nicht immer rechtfertigen“, so Gärtner.

Nennenswert sei vor allem der Abbau bei Konsumgüter-Titeln in den USA. Dort kommen bei vielen Unternehmen strukturelle Sorgen hinzu. Beispielsweise in der Nahrungsmittelindustrie, die sich teilweise mit veränderten Ernährungsgewohnheiten auseinandersetzen müsse.

Insgesamt spielt für Gärtner und das Aktienteam bei Union Investment die Bewertung der Unternehmen eine entscheidende Rolle. „Wenn wir eines aus früheren Krisen am Aktienmarkt gelernt haben, dann nämlich, dass man als Investor bei den Bewertungen sehr diszipliniert sein muss“, erklärt Gärtner. Deswegen sollte man ein Portfolio mit hohen durchschnittlichen KGVs vermeiden.

Voll investiert in Aktienprodukten

Insgesamt zeigt sich Gärtner aber optimistisch für die Aktienmärkte. Die Wahrscheinlichkeit für eine Rezession sei derzeit sehr gering. Es gebe für die nächsten neun bis zwölf Monate keine Anzeichen für eine Rezession. 

„Sehr positiv stimmt uns auch eine Umfrage von S&P bei den Unternehmen. Diese hat ergeben, dass Unternehmen deutlich mehr investieren als in den vergangenen Jahren. Das zeigt uns, dass nicht nur die Aktienkurse derzeit positiv laufen, sondern auch die CEOs wieder positiver und mutiger gestimmt sind“, erklärt Gärtner.

Deswegen ist Union Investment in seinen Aktienprodukten derzeit voll investiert. Taktisch wurden in den vergangenen Wochen lediglich Gewinne mitgenommen.

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