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Warum hessischer Vermögensverwalter bei nachhaltigem „Anti-Robo-Advisor“ ETFs meidet

Warum hessischer Vermögensverwalter bei nachhaltigem „Anti-Robo-Advisor“ ETFs meidet

Der Vermögensverwalter FiNet Asset Management aus Marburg hat den nachhaltigen und hybriden Robo-Advisor Vividam gestartet und wird dort nicht wie beim klassischen Robo auf ETFs, sondern auf aktives Management setzen.

„Unsere nachhaltige Strategie ist mit ETFs nicht konsequent genug umsetzbar. Wir denken bei unseren Strategien ganz konkret auch an den Klimawandel und die Themen der Zukunft und wollen wirklich Veränderung schaffen. Dabei sind ESG-Kriterien auch nur der erste Schritt“, sagt Frank Huttel, Leiter des Portfoliomanagements bei FiNet AM im Gespräch mit Citywire Deutschland.

Vermögensberatern und Kunden biete Vividam alle Annehmlichkeiten eines Robos - er sei 100% digital und beinhaltet digitales On-Boarding sowie Online-Legitimierung. Damit stelle man Vermögensberatern eine Plug-and-Play Lösung zur Verfügung. Seit dem 9. Dezember kann sich jeder Berater von der 34c- bis hin zur 34fi-Lizenz anschließen.

Bewährte Strategien aus der klassischen Vermögensverwaltung

Der Robo bietet drei Strategien mit einer Aktienfondsquote von 30%, 50% und 70%, dabei sind die Fonds in der 30 und 50%igen Strategie identisch. Bei der 70%igen hingegen arbeitet man mit nur einem Rentenfonds. Insgesamt sind bis zu 25 Fonds im Portfolio. Die Top-Positionen sind drei Fonds von Ökoworld, der Bonafide Global Fish , Pictet Timber oder der Arabesque Systematic-Fonds, der mit Big Data nach ESG-Kriterien filtert.

Junge Kunden anziehen

„Dort, wo wir uns auf jüngere Kunden konzentrieren, sehen wir uns auch als Investment Coach, der die jüngere Generation an die Hand nimmt. Das spiegelt sich auch in der Mindestanlagesumme von €3500 wieder“, sagt Huttel. „Generell bieten wir unseren Anlegern kurzfristig ein etwas höheres Risiko, weil wir weniger auf Staatsanleihen setzen. Anleihen aus den USA und Japan sind wegen der Todesstrafe ausgeschlossen. Durch die verwendeten Unternehmensanleihen ergibt sich etwas mehr Risiko als bei klassischen Staatsanleihen.“

Für Vividam berechnet FAM dem Kunden 1,08% p.a. des verwalteten Vermögens, 0.5% gehen davon direkt an den Berater.

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