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Warum PIMCO das Exposure in US-Staatsanleihen reduziert hat

Warum PIMCO das Exposure in US-Staatsanleihen reduziert hat

Allerspätestens seit gestern ist klar, dass die Investmentgesellschaft PIMCO sich aktiv auf einen US-Zinsanstieg am Ende dieses Sommers vorbereitet. Die Positionen in US-Staatsanleihen wurden im ehemals größten Anleihefonds der Welt, PIMCO Total Return, im Mai auf 8,5% zurückgefahren. Im April lag dieser Wert noch bei 23,4%.

„Wir sind aktive Fondsmanager und reagieren stets mit Änderung in unserer Positionierung wenn sich entweder die Fundamentalwerte ändern, oder die Marktpreise nicht mehr mit unseren Einschätzungen übereinstimmen“, sagte Scott Mather, einer der Manager des Fonds, im Gespräch mit Citywire Deutschland.

In einer Kolumne auf der PIMCO Website sagte Scott Mather ebenfalls, dass man eine Rückkehr zu neutralem Zinsterrain erwarte. Das bedeute eine Zinsrate von 2% - 2,5%. Der Gegenwind in den USA habe sich signifikant abgeschwächt, deswegen könne sich die Fed so einen Schritt erlauben. Jedoch habe der Markt einen solchen Schritt noch nicht komplett eingepreist.

„Wir haben unser Exposure in US-Staatsanleihen reduziert, weil wir ein unterdurchschnittliches Exposure zu US-Zinsen haben wollen. Der Markt hat eine Rückkehr zum normalen Zinsbereich noch nicht vollständig eingepreist.

„Wir bewegen das Portfolio zunehmend in Sektoren, die weniger zinssensibel sind und auch kürzere Laufzeiten haben“, fügte der Anleiheexperte hinzu.

USA stechen heraus

Durch ihren „aggressiveren“ Ansatz in der Geldpolitik nach der Finanzkrise und dem damit verbundenen QE-Programm und den Zinsschnitten habe sich die USA heute einen Vorsprung gegenüber anderen Weltwirtschaften erkämpft, schreibt Mather.

Jedoch müsse man auch beachten, dass der Trend der potentiellen Wachstumsrate über die letzten Jahre aufgrund von wenig Investitionen in Human- und Sachkapital, stets gefallen sei.

„Rechnet man dann noch demographische Trends, mehr Regulation und knappere Kreditstandards dazu, liegt der Trend der potentiellen Wachstumsrate bei unter 2%“, so Mather.

Wenn man sich die Chancen bei spezifischen Investments anschaut, sieht Mather unter anderem immer noch gute Möglichkeiten in US inflationsindexierten Anleihen, so der Fondsmanager.

„US inflationsindexierte Anleihen sind fehlbewertet, denn wir sind der Meinung, dass sich die Inflation relativ schnell wieder in Richtung der Zielvorgaben bewegen wird und diese für die nächsten Jahre sogar übertreffen könnte.“

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